!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   

Interview: Annika Strauss (BGT Exklusiv)

Details

Sie wird von vielen Fans als deutsche Scream-Queen gefeiert. Dieser Ruf wird Annika Strauss nach Filmen wie „Schlaraffenhaus“, “ Plastic“ oder „Seed 2 – The New Breed“ durchaus gerecht. Doch die sympathische, junge Frau beweist sich in vielen Bereichen als wahres Multitalent. Sie ist Autorin, Moderatorin, spielt Theater und hat einen Master in Rhetorik. BGT-Redakteur Kevin Zindler hatte die Gelegenheit, der charmanten Schauspielerin einige Fragen zu stellen.

Annika Strauss auf IMDb (click)

 


  

Du hattest in Mannheim gerade große Premiere deines neuen Films “La petite mort 2 – Nasty Tapes”. Was kannst du uns über diese Produktion verraten?

Ja, die Premiere war wirklich toll und der Film kam super an. Er ist wirklich ein Fest für die hartgesottenen Horrorfans. Er beschreibt dokumentarisch das Leben im "Maison de la petite mort" indem Menschen gegen Geld foltern und töten dürfen. Eigentlich alles ziemlich derb und makaber, aber durch den Stil, die überspitzten und zum Teil ironischen Texte und Szenen, kann man es noch ertragen, da es schon fast wieder witzig wirkt, da es viel zu absurd und ironisch ist. Mir hat er gut gefallen und ich mag auch meine Rolle sehr.

Trailer: LA PETITE MORT 2 – NASTY TAPES auf Youtube.com (click)

Es hat den Anschein, als hätte es dir besonders das Horror-Genre angetan. Was reizt dich an diesen Produktionen?

Ich mag Horrorfilme in der Tat sehr gerne und diese Filme zu drehen macht großen Spaß, da man immer ein Extrem widerspiegeln kann. Es sind immer starke Emotionen dabei, egal ob du das Opfer spielst oder die Böse. Man kann sich mal richtig austoben. Aber ich mag auch andere Genres sehr gerne, sowohl zum anschauen, als auch zum mitspielen.

Was gab den Anstoß, den Weg ins Filmbusiness zu wagen? Gibt es dazu eine Anekdote?

Klick hat es eigentlich gemacht, als ich mit 9 oder 10 Jahren die Hauptrolle in einem Schultheater Stück übernahm. Wir spielten "Tabaluga und Lilli" von Peter Maffay und ich hatte den Luxus mir aussuchen zu können, ob ich Tabaluga (den Drachen) oder Lilli( die hübsche Eisprinzessin) spielen wollte. Ich nahm Tabaluga, da der viel mehr Spielzeit hatte ;-) Ich glaube, dass sagt schon alles. Ab da war es um mich geschehen und ich wollte nur noch eins: Schauspielerin werden!

Du hast einige Produktionen mit Olaf Ittenbach und Marcel Walz gemacht. Was schätzt du an diesen Regisseuren oder andersrum, was schätzen sie an dir?

Also ich habe besonders mit Marcel Walz sehr viel gedreht und ich mittlerweile auch sehr gut mit ihm befreundet. Das heißt ich erfahre oft sehr früh von seinen Ideen, mit denen er mich dann ansteckt und wir teilweise zusammen verrückte Ideen kreieren. Ich mag, dass er seinen eigenen Stil hat und sich von niemandem rein reden lässt. Außerdem ist er einfach ein super netter und witziger Mensch, mit dem man immer eine gute Zeit am Set hat. Jeder Dreh ist eine Zeitspanne die einfach wunderbar ist und mir immer in guter Erinnerung bleibt. Olaf Ittenbach legt immer viel Wert auf Effekte und Action, was viel Spaß macht. Bei ihm durfte ich schon mit Samurai Schwertern kämpfen, mit dicken Wummen schießen und an explodierenden Autos vorbei rennen: bei welchen Indi-Film kann man das schon?

Was die beiden an mir schätzen? Na, dass musst du sie schon selbst fragen. ;-)

Wie bereitest du dich auf Dreharbeiten wie zb. „Seed 2“ vor. Gibt es da besondere Rituale, die du immer wiederholst?

Nein, besondere Rituale gibt es eigentlich nicht. Ich nehme mir immer viel Zeit für das Drehbuch. Ich liebe es mich aufs Sofa zu kuscheln, mit einer Tasse Tee, und ein neues Drehbuch zu lesen. Ich habe dann schon immer tausende Bilder im Kopf. Danach gibt es bis zum Dreh eigentlich keinen Tag an dem ich nicht an meine Rolle denke.

 Wie verlief bei „Seed 2“ die Zusammenarbeit mit Micaela Schäfer

Bei „Seed 2“ habe ich ja nicht wirklich mit ihr zusammen gedreht, da habe ich sie nur relativ kurz kennen gelernt, fand sie aber sofort sehr nett und sympathisch. Bei "La petite mort 2" habe ich dann ja länger mit ihr zu tun gehabt und konnte meinen ersten Eindruck nur bestätigen: sie ist total normal, lieb und arbeitet sehr professionell. Es hat Spaß gemacht, sie am Set zu haben. Jederzeit wieder!

Trailer: SEED 2 – THE NEW BREED auf YouTube.com (click)

Du bist ein echtes Multitalent. Du spielst Theater, moderierst und schlüpfst in unterschiedliche Filmrollen. Zusätzlich schreibst du als Autorin Drehbücher, Romane und arbeitest an diversen unterschiedlichen Projekten. Gibt es ein favorisiertes Fach oder platziert sich die Schauspielerei ganz klar an erster Stelle?

Ja, die Schauspielerei kommt absolut und ohne Einschränkung an erster Stelle. Das ist einfach das, was ich bin und wo ich sein möchte. Direkt danach würde ich mich als Autorin einstufen. Obwohl ich nicht immer Lust zum Schreiben habe - da muss mich schon die Muse küssen. Aber eigentlich klappt alles ganz gut, manchmal ist es zwar schon stressig, aber ich denke auch, dass ich das brauche. Ohne neue Projekte am Start fühle ich mich auch gestresst ;-)

Wie verbringst du am liebsten deine Freizeit?

Was war das nochmal? 

Nein Spaß. Ich versuche mir immer regelmäßig Auszeiten zu gönnen, und wenn es nur ein oder zwei Tage sind. Aber ich denke ohne das, ist man irgendwann nicht mehr leistungsfähig. Am liebsten verbringe ich diese Zeit mit meinem Mann. Egal was wir dann unternehmen, es entspannt mich. Er ist wirklich mein Ruhepol, der mich wieder runterbringt. Außerdem bin ich auch Hundesitterin, was total super ist, da ich Tiere liebe, aber zu viel unterwegs bin für ein eigenes Haustier. So habe ich wenigstens ab und zu einen süßen Hund da, komme raus in die Natur und entspanne mich auch so für ein paar Stunden.

Gibt es Rollen, die du unbedingt mal spielen möchtest?

Oh, da gibt es Tausende! Ich würde sehr gerne mal in einem historischen Film mitspielen, so mit tollen Kostümen. Außerdem würde ich gerne mal eine Komödie drehen.

Gibt es Rollen, die du niemals spielen würdest? 

Wenn es komplett gegen meine Moral geht, würde ich vielleicht eine Rolle ablehnen. Das kann ich so pauschal aber nicht sagen.

Du wurdest beim „Fright Nights Festival 2011“ für die Rolle der Maria in „Schlaraffenhaus“ als beste Darstellerin nominiert. Ziehst du daraus zusätzlich Kraft und Motivation oder ist dir die Anerkennung des Publikums lieber?

Ich denke, jeder Schauspieler und jede Schauspielerin kennt die nervigen Tiefpunkte, die dieser Job mit sich bringt. Man zweifelt oft an sich, seinem Können, verliert die Hoffnung für einen Moment, ist genervt und traurig über Absagen usw. Aber wenn man dann eben merkt, dass man doch einige Fans hat, dass Menschen einen honorieren für die Arbeit die man leistet, dann kann einen das wirklich sehr motivieren. Ich gehe wirklich gerne auch auf Horrorfestivals und rede mit meinen Fans, weil mir das eben auch gut tut.

Trailer: SCHLARAFFENHAUS auf YouTube.com (click)

Was ist dein Lieblingsfilm bzw. gibt es unter deinen eigenen Filmen einen, der dir besonders am Herzen liegt?

Ich bin ein absoluter "Kill Bill" Fan! Von meinen Filmen mag ich "Schlaraffenhaus" und "La petite mort 2" sehr gerne, aber auch meine Episode aus "German Angst", die ich schon sehen durfte, finde ich absolut klasse.

Deine Rhetorik Master Arbeit hatte das Thema: Ästhetik der Grausamkeit: Eine rhetorische Analyse des Horrorfilms". Wie kam es dazu?

Nun, meine Professoren wussten ja, dass ich eben auch als Schauspielerin arbeite und durch den ein oder anderen Pressebericht oder TV-Beitrag wurde dann auch bekannt, dass ich viel mit Horror zu tun habe. Den Anstoß gab mir eigentlich meine Dozentin, für die ich auch als wissenschaftliche Hilfskraft gearbeitet hatte. Sie meinte, ich solle doch was über Horror machen. In der Rhetorik gab es bis dato nämlich noch niemanden, der sich diesem Thema wissenschaftlich gewidmet hatte. Gesagt - getan! Und es hat sich auch gelohnt ;-) Außerdem hat es wirklich Spaß gemacht, sich mit diesem Thema auch wissenschaftlich auseinander zu setzen.

Gibt es Schauspieler, Regisseure, mit denen du unbedingt mal ein gemeinsames Projekt auf die Beine stellen würdest?

Also wenn ich jetzt mal ganz unrealistisch sein darf, wäre mein größter Traum mit Quentin Tarantino zu drehen - ganz klar! Unter allen Regisseuren, würde ich ihn wählen! Rob Zombie fände ich auch cool ;-)

Unter den deutschen Regisseuren würde ich sehr gerne irgendwann mal mit Oliver Hirschbiegel arbeiten.

An Schauspielern - ach da gäbe es so viele - aber mit Michael Madsen möchte ich unbedingt mal drehen.

Was verbirgt sich hinter „German Angst“?

"German Angst" besteht aus drei Episoden, die von Jörg Buttgereit, Andreas Marschall und Michal Kosakowski gedreht wurden. Ich habe in Michal Kosakowski`s Folge "Make a wish" mitgespielt. Dabei spiele ich die taubstumme Kasia, die mit ihrem ebenfalls taubstummen Freund von einer Neo-Nazi Bande angegriffen wird. Mehr möchte ich gar nicht verraten, nur das es wirklich ultra heftig wird. Der Dreh war unglaublich toll und Cast und Crew war ein Traum. Ich hatte großen Spaß und würde mit Michal immer wieder drehen. Er ist ein ganz toller Mensch und Regisseur. Das Endprodukt haut mich echt um.

Was sind deine zukünftigen Projekte?

Im Moment drehe ich den Mystery-Thriller "Verloren" von Marco Pultke. Hier übernehme ich die Rolle eines spirituellen Mediums. Außerdem stehen die Dreharbeiten zu "Raw 3" kurz bevor. Desweiteren werde ich gegen Ende des Jahres noch in einem Kurzfilm mitspielen, der auch mal absolut nichts mit Horror zu tun hat.

Das nächste Buch ist auch schon in der Mache und das ein oder andere Projekt steht noch in den Startlöchern... Ihr dürft auf jeden Fall gespannt sein, denn ich werde nicht faul ;-)

Für Updates gerne mal meine FB Seite liken oder ab und zu mal auf meiner Homepage vorbei schauen.

Homepage von Annika Strauss www.annikastrauss.de (click)

Annika Strauss auf Facebook (click)

Vielen Dank für das Gespräch. Die „BGT-Redaktion“ wünscht dir viel Erfolg für deine zukünftigen Projekte.

   

Spieltipp  

   

Statistik  

Filme: 1.440
Videospiele: 88
Specials: 105
Interviews: 62
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden