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Interview: Jan Wielpütz (BGT Exklusiv)

Details

Jan Wielpütz übernahm zum 01.09. die Leitung des dreiköpfigen Lektorats für digitale Produktionen bei Bastei-Entertainment. Er brachte eine große Erfahrung mit, war er doch bislang als Lektor für die Spannungsliteratur des Kölner Verlags zuständig und konnte unter Pseudonym mit seinem Roman Generation Doof auch eigene Erfolge als Autor feiern. Wir unterhielten uns mit dem „Macher im Hintergrund“ über die Zukunft des Buchmarktes und natürlich auch über die Webnovel Apokalypsis.

 

 

Mit welcher Intention wurde Bastei Entertainment gegründet? Welche Zielgruppe soll bedient werden?

Bastei Entertainment beschäftigt sich seit über einem Jahr mit crossmedialer Vermarktung und E-Publishing. Wir erschaffen bei Bastei Entertainment Inhalte, die sich speziell an die digitale Zielgruppe richten. Dabei haben wir es mit anderen Nutzern zu tun als im klassischen Buchbereich. Auf einem Tablet PC oder einem Smartphone stehen Texte in Konkurrenz mit einer Vielzahl anderer Angebote wie Spiele, Filme oder Musik. 


Welche Rolle spielt die Einführung des neuen Amazon Kindle in der Ausrichtung von Bastei Entertainment?

Derzeit steckt der deutsche E-Book-Markt noch in den Kinderschuhen. Doch wir rechnen in den nächsten Jahren mit einem kräftigen Wachstum. Man sieht das am Beispiel der USA: Dort zeigen die Verkaufszahlen von Amazon, dass bereits ein erheblicher Teil des Umsatzes mit E-Books gemacht wird. Zudem zieht die neue Generation der Tablet PCs und E-Reader, zu denen auch der Kindle gehört, ein breites Publikum an – womit wiederum der Markt für E-Books wächst.


Welche Rolle spielt Apocalypsis für Bastei Entertainment?

Apocalypsis ist als digitaler Serienroman speziell für Tablets und Smartphones entwickelt worden. In ihm verschmelzen bisher getrennte Medien: Text, Film, Spiel, Animation, Fotografie und Audio. Wir veröffentlichen den Serienroman in vielfältigen Produktformen, um das gesamte Spektrum der digitalen Leser zu erreichen.


Stand von Beginn an fest, dass Apokalypsis auf diesem Wege (E-Book, Read&Listen, Hörbuch, App) veröffentlicht wird, oder ergab sich das erst während der Konzeptausarbeitung? 

Es war von Beginn an unser Ziel, mit Apocalypsis einen neuen, digitalen Leserkreis zu erschließen. Damit war auch klar, dass wir neben dem „herkömmlichen“ E-Book weitere innovative Produkte anbieten müssen. Das gesamte Konzept der Geschichte ist auf die Umsetzung als multimediale App ausgerichtet.


Besteht in ihren Augen aufgrund der fraglos recht hohen Investitionskosten ein Risiko? Wäre es evtl. nicht sicherer gewesen, das Interesse des Marktes vorsichtig zu testen, in dem man auf diese mehrfache Auswertung verzichtet hätte? 

Bislang waren E-Books eine virtuelle Simulation physischer Bücher. Wir sind der Ansicht, dass es Zeit für neue Produktformen ist, die die Möglichkeiten der neuen Endgeräte auch ausnutzen. Welche Produkte der Markt annimmt, kann man nur herausfinden, wenn man ihm diese Produkte auch anbietet. Das ist natürlich mit einem Risiko verbunden – doch wir begreifen das als Investition in unsere Zukunft.


Sind Veröffentlichungen im Stile von Apokalypsis in ihren Augen das Standbein von Bastei Entertainment?

Der App-Markt ist sicherlich die größte Herausforderung, und bislang haben sich Bücher dort nicht etablieren können. Doch das ist vielleicht nur eine Frage des Formats: Bislang gab es lediglich multimedial angereicherte Bücher als App, die zumeist hochpreisig und umfangreich waren. Wir wollen die App deshalb nicht voreilig abschreiben. Wir werden neben „normalen“ E-Books auch diese Schiene weiter bedienen und uns auch dort in Preis und Textlänge dem Leserverhalten anpassen.


Wie fiel das bisherige Feedback aus und welche Art der Veröffentlichung verzeichnet bislang die höchsten Absätze? Sind sie mit dem bisherigen Abschneiden zufrieden?

Das Feedback ist sehr positiv. Unsere Leser sind von der Geschichte begeistert und nehmen das Serienkonzept gut an. Ein klarer Favorit hat sich bei den Produktformen noch nicht herauskristallisiert, aber die App und die Read-&-Listen-Version werden auf jeden Fall als äußerst innovative und spannende Produkte wahrgenommen.


Wie kamen sie auf Mario Giordano und wie weit war das Projekt Apocalypsis bereits vorangeschritten, als sie Giordano gewinnen konnten? Warum griffen sie auf einen etablierten und sicherlich teuren Autor wie Mario Giordano zurück und verpflichteten keinen „Hausautor“ wie Manfred Weinland oder Timothy Stahl?

Die Produktion eines multimedialen Romans wie Apocalypsis unterscheidet sich sehr von der eines herkömmlichen Buches. Es ist eine Teamarbeit, bei der wir beispielsweise mit App-Entwicklern, Spieledesignern oder Filmemachern zusammenarbeiten. Natürlich ist das auch für den Autoren eine neue spannende Herausforderung, da er beim Schreiben überlegen muss, wie sich die Geschichte multimedial umsetzen lässt. Für uns bedeutete das, dass wir für Apocalypsis einen Autor brauchten, der die Arbeit in einem Team gewohnt ist – Mario Giordano brachte als Drehbuch- und Buchautor genau die richtige Erfahrung mit.


Wie sehen die weiteren Pläne von Bastei Entertainment abseits von Apokalypsis 2+3 aus?

Wir werden im kommenden Jahr mit weiteren Serien starten, die unterschiedliche Genres und Lesergruppen bedienen. Es werden Reihen dabei sein, die wie Apocalypsis eine abgeschlossene Geschichte erzählen, aber auch solche, die zeitlich nicht begrenzt sind.


Es ist also angedacht, eine Serie anzubieten, die kein festes Ablaufdatum wie z.B. 2012 hat? Wird diese dann ausschließlich digital veröffentlicht, oder auch als Printversion in den Handel kommen?

Ja, wir denken auch über "Endlosserien" nach, deren Story nicht an einem bestimmten Punkt endet. Wir werden unsere Produkte aus dem Bastei Entertainment Lektorat heraus alle für eine digitale Erstveröffentlichung hin entwickeln - die Printversion kann immer eine zweite Verwertungsstufe sein.


Wie sieht es mit den alten Bastei-Klassikern wie JOHN SINCLAIR oder TONY BALLARD aus. Sollen diese auch komplett digital veröffentlicht werden, wie es gerade bei der Konkurrenz und PERRY RHODAN passiert?

Kann ich nur bedingt beantworten: John Sinclair gibt es ja bereits als E-Book. Tony Ballard noch nicht. Ob es ihn in Zukunft geben wird, ist offen - da bin ich aber auch nicht der Experte.

 

   

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