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Interview: Lauro Chartrand (BGT Exklusiv)

Details

Lauro Chartrand ist seit den 80er Jahren eine festen Größe im Actiongenre - wenn bislang auch eher in der zweiten Reihe als Stuntman, Stunt Double oder Choreograph. Dazu sammelte er auch als Mtion Capture Darsteller in HULK und demnächst in RISE OF THE APES seine Erfahrungen. Chartrand arbeitete mit den ganz Großen der Branche zusammen: Produktionen mit Stallone, Chan, Norris, Lundgren und Seagal  stehen in seiner Vita. Mit BORN TO RAISE HELL, dem neuesten Film von Steven Seagal, gibt Chartrand nun seinen Einstand als Regisseur. Im Gespräch mit bereitsgetestet.de Redakteur Tobias Hohmann gibt der sympathische Action-Profi einen Einblick in sein bisheriges Schaffen und spricht auch über die Unterschiede zwischen Big-Budget-Produktionen und kleiner budgetierten Filmen.

 

Sie arbeiten seit den 80er Jahren im Filmgeschäft und genießen mittlerweile eine exzellente Reputation. Wie kamen sie in das Business?

Ich wollte Stuntman werden, seitdem ich acht Jahre alt war. Daher trainierte ich verschiedene Martial Arts Stile wie Karate, Tae Kwon-Do, Judo, Aikido, Kobudo und Ju-Jitsu. Dazu bin ich ohnehin sportbegeistert, betreibe Rodeo, Gymnastik, Tauchen, Klettern usw. Durch den Sport kam ich ins Filmbusiness und traf die richtigen Leute. Nach einigen glücklichen Wendungen war ich dann einfach am richtigen Platz zur richtigen Zeit und erhielt die Möglichkeit, einige meiner Fähigkeiten zu zeigen. Sobald ich einen Fuß in der Tür hatte, gab ich immer mein Bestes und tat mehr als nötig. Ich machte mir einen Namen und so erhielt ich immer mehr Jobs.
 
In einigen Filmen traten sie auch als Stunt Fighter auf, z.B. in RUMBLE IN THE BRONX. Wie sieht ihr Martial Arts Background aus und welchen Stellenwert hat dieser innerhalb ihrer Karriere?
Martial Arts war meine Eintrittskarte ins Filmgeschäft! Es wurde zum nützlichsten Werkzeug meiner Karriere: Ich begann mein Training unter Sensei Cameron Steuart. Später stieß auch der der berühmte Master Fumio Demurape zu uns. Den Großteil meines Trainings absolvierte unter diesen großen Männern, sie waren meine Mentoren und meine Inspiration. Sensei Steuart lehrte ursprünglich Shotokan Karate-Do, aber nachdem Master Demura zu uns stieß, wechselten wir zu Shito-Ryu Karate-Do. Master Demura lehrte auch Aikidio, Judo, Kobudo und Iaido. Das gab mir eine breite und ausgewogene Basis für meinen Start als Stuntman. Master Demura war auch das Stunt Double von Pat Morita in den KARATE KID Filmen und half mir, mich auf die richtigen Dinge zu konzentrieren.

Sie arbeiten als Stunt-Schauspieler, Stunt-Double, Stunt.Koordinator, 2nd Unit Director und Regisseur. Auf welche Tätigkeit liegt mittlerweile ihr Fokus?
Ich würde sagen, es fokussiert sich mittlerweile auf das Regie führen und produzieren. Ich liebe die Arbeit in dieser Branche, ich liebe Action: Also arbeite ich konstant weiter und übernehme so viele Jobs, wie es nur geht. Wenn ich Zeit habe und einen Anruf für einen Stunt-Job bekomme, dann werde ich diesen selbstverständlich übernehmen. Habe ich Zeit und werde als Koordinator engagiert, dann mache ich das. Üblicherweise bin ich auch der der 2nd Unit Direcor, sobald ich als Koordinator arbeite. Ich liebe es, Regie zu führen, obwohl es eine große Herausforderung und eine große, kreative Gemeinschaftsarbeit zwischen mir, dem Cast und der Crew ist.
 
Ist der Sprung vom Stuntman zum Regisseur eine normale Entwicklung? Planten sie diesen Prozess von Beginn an?
Nein, das ist keine normale Entwicklung, so weit es das Regie führen betrifft, auch wenn einige andere diesen Schritt vollzogen haben. Aber es ist nicht normal, soviel ist sicher. Es ist vielmehr üblich, dass sich Stunt Koordinatoren zum 2nd Unit Director oder Action Unit Directors entwickeln. Ich kann nicht sagen, dass ich das von Beginn an geplant habe, aber nachdem ich das Geschäft etwas besser kennen lernte, wuchs mein Wunsch, mehr über Kamera, Licht, Schauspielerei zu lernen. Es war eine normale Entwicklung, und natürlich hatte ich große Unterstützung und viel Glück auf meinem Weg. Ich schulde definitiv Keoni Waxman sehr viel, dem ich den Regiejob bei BORN TO RAISE HELL mit Steven Seagal verdanke. Weiter großartige Unterstützung erhielt ich durch Phil Goldfine, Benjamin Sacks, Binh Dang und Steven Seagal.
 
Sie arbeiteten sowohl für das Fernsehen, als auch für Big Budget Movies. Was war ihre größte Produktion und wo sehen sie die größten Unterschiede zwischen großen und kleinen Produktionen?
Mein größtes Projekt war LAST SAMURAI mit Tom Cruise, bei dem ich als Fight Koordinator arbeitete. Ich arbeitete an dem Film über ein Jahr und es war eine großartige, lehrreiche Erfahrung. Nick Powell brachte mir viel bei und die Arbeit mit Tom Cruise war wunderbar. Er trainierte wie ein Verrückter für diesen Film und benahm sich die ganze Zeit wie ein Gentleman. Der größte Unterschied zwischen großen und kleinen Filmen besteht für mich darin, dass man bei kleineren Produktionen eine größere Kreativität in den Film einfließen lassen kann. Ich lernte bei kleineren Filmen mehr, da man gezwungen wird, kreativ zu werden, um die Probleme zu lösen. Man hat einfach nicht das Budget der Big Budget Produktionen, um Probleme mit Geld zu lösen. Ich lernte sehr viel mehr über das Filme machen bei kleineren Produktionen, war Bestandteil des ganzen Prozesses, der nicht so aufgeteilt wird, wie bei den großen Filmen. Bei den teuren Produktionen muss man mit riesigen Egos klar kommen, und das macht nicht mehr Spaß, als bei kleineren Filmen mit Leuten zusammen zu arbeiten, die dort sind, weil sie da eben sein wollen, und, weil sie lieben, was sie tun. Ich verstehe wirklich nicht die Unsicherheit von einigen der „Großen“ in Hollywood, die mit diesen aufgeblähten Egos herum laufen und diese Einstellung an den Tag legen. Das dient weder dem kreativen Prozess, noch dazu, einen guten Film zu machen. Ich denke, dass jeder, der im Filmgeschäft arbeitet, täglich dankbar sein muss, so einen tollen Job machen zu dürfen. Es ist nicht immer einfach, und es kann stressig und hart sein, aber wenn du einmal Lunte gerochen hast, dann bist du süchtig!
 
In HULK arbeiteten sie als Motion Capture Stunt Double. Wie war diese Erfahrung, und wie darf man sich diese Aufnahmen vorstellen?
Es war eine großartige Erfahrung mit meinem Freund Terry Notary zusammen zu arbeiten. Wir hatten so viel Spaß. In Mo-Cap hast du keine Limitierung dabei, das zu zeigen, was du zeigen willst. Alle Stunts, Kämpfe, Stürze usw. die du von Hulk und Abomination im Film sehen kannst, waren Terry und ich. Wir trugen Anzüge mit kleinen, reflektierenden Bällen und arbeiteten fünf Tage die Woche über zwei Monate in einem Studio, dass von 50 Kameras umgeben war. Während wir die Action, die durch ein Story Board vorgegeben war, ausführten, übertrugen sie es simultan in den Computer, und wir konnten uns selbst auf großen TV Schirmen als diese Charaktere sehen, während wir sie spielten. Es war harte Arbeit, aber sehr lustig.
 
Sie arbeiten mit einigen großen Namen des Action Genres zusammen: Stallone, Norris, Seagal, Chan, Lundgren. Wer hinterließ am meisten Eindruck und warum?
Wow, das ist hart. Sie haben alle aus unterschiedlichen Gründen Eindruck hinterlassen. Es war zu Beginn völlig surreal, mit all diesen großartigen Künstlern, die ich früher selbst angeschaut hatte und von denen ich Fan war, bevor ich mit ihnen zusammen arbeitete, zusammen zu kommen. Chuck Norris war als Kind für mich eine große Inspiration und einer der Hauptgründe, mit Martial Arts zu beginnen, und warum ich Stuntman werden wollte. Die Arbeit mit ihm war toll und er war stets ein Gentleman. Er vertraute mir und arbeitete gemeinsam mit mir die Kampfszenen in WALKER, TEXAS RANGER aus. Die Arbeit mit Jackie Chan war ein Traum. Er ist so lustig, seine Energie ist ansteckend und er ist so kreativ und einzigartig. Dolph Lundgren war auch ein absoluter Gentleman, ein exzellenter Martial Artist, die Arbeit mit ihm war eine einzige Freude. Er ist sehr präsent, sehr umgänglich und ebenso kreativ. Steven Seagal besitzt eine unglaubliches Wissen. Er hat so viel gesehen, reiste so viel um die Welt. Es ist einfach großartig, sich einige seiner Geschichten anzuhören. Ich liebe seine Aikido Technik, bei der man herum geworfen und durch die Gegend geschmissen wird – die gehörte immer zu meinen Favoriten als Stuntman. Ich habe einiges bei der Choregraphie mit Steven gelernt, besonders,wenn er mich durch die Gegend geworfen hat. 
 
Sie arbeiteten mehrfach mit Chuck Norris zusammen, einer Legende des Action Films. Wie war die Arbeit mit ihm, insbesondere wegen seines Martial Art Backgrounds? Sie arbeiteten auch bei HITMAN zusammen, der zu Beginn ihrer Karriere entstand. Was dachten sie, als sie so früh, in einem Chuck Norris Film mitspielen konnten?
Für mich wurde durch die Zusammenarbeit mit Chuck Norris definitiv ein Traum wahr, weil er einer meiner größten Inspirationen war. Leider verletzte ich mich bei HITMAN sehr stark. Ich kam vier Monate später wieder und arbeitete wieder als Stuntman. Chuck hielt sein Versprechen, da er ein Mann ist, der sein Wort hält, und verpflichtete mich für spätere Produktionen. Immer wenn ich mit ihm zusammen arbeite, frage ich mich selbst: Ist das wirklich wahr? Ich sah all seine Filme, als ich aufwuchs und nun arbeite ich mit ihm zusammen, führe bei seinen Kampfszenen Regie und frage ihn, ob er meine Choreographie übernimmt. Das ist ein verrücktes Geschäft, soviel ist sicher!
 
Sie arbeiteten zweimal mit Jackie Chan zusammen. Unterscheidet sich die Arbeit mit ihm stark von der Arbeit mit amerikanischen Schauspielern?
Grundsätzlich ja, wie in RUMBLE IN THE BRONX. Bis dahin arbeitete Jackie fast ausschließlich mit seiner chinesischen Crew zusammen und kaum einer sprach Englisch. Als wir das erste Mal ans Set kamen, sagten sie zuerst viel Zeugs, das wir nicht verstanden, und das nächste, was sie sagten, war Action. Plötzlich deckte uns Jackie mit Tritten und Schlägen ein und wir stoppten. Wir sagten: Warte mal. Was tun wir, wer sind wir? Wir hatten kein Skript, sie hatten nur eine Idee und diese weitete sich jeden Tag aus. Wir machten die Dialoge quasi nebenbei. Sie realisierten, dass wir sie nicht verstanden und ihr Tempo nicht gehen konnten, weil sie schon so lange zusammen arbeiteten und Jackie seine Stunt Leute in und auswendig kannte. Dann zeigten uns seine Stunt Jungs unsere Szenen und wir übten sie ein- oder zweimal mit Jackie, bevor gedreht wurde. Bei SHANGHAI NOON war es eher die amerikanische Art des Filme machens und der Choreographie. Jackie war zu Beginn sehr frustriert, da er die Sachen sonst anders anging und alles für seine Verhältnisse sehr langsam voranging. Nach all seinen Hollywood Filmen hat er sich mittlerweile daran gewöhnt, aber Wechsel brauchen Zeit. Wenn man ihn mit anderen Schauspielern vergleicht, ist es so, wie ich sagte: Er ist einzigartig und einer der wahren Martial Arts Künstler in dem Geschäft. Ich bin sehr glücklich, dass ich die Möglichkeit hatte, mit ihm zusammen zu arbeiten und würde es jederzeit wieder tun, wenn ich die Chance erhielte.
 
Sie arbeiteten mit Dolph Lundgren auch bei ICARUS zusammen, bei dem er selbst Regie führte. Machte seine Doppelfunktion einen Unterschied zu anderen Produktionen?
Gleichzeitig Regie zu führen und die Hauptrolle zu spielen ist keine einfache Aufgabe. Wir sahen diese Problematik sofort und er vertraute mir bei der Action. Er hat definitiv alles überwacht und einen großen Einfluss, aber er vertraute mir und legte es in meine Hände. Wir arbeiteten sehr gut zusammen, und ich bin mir sicher, dass wir das in Zukunft auch erneut tun werden.
 
Sie arbeiteten auch zweimal mit Sylvester Stallone zusammen. Wie beurteilen sie THE EXPENDABLES? Begeistert oder enttäuscht?
Eigentlich beides. Aber das sind kreative Dinge. Wenn du nicht an einem Film arbeitest, kennst du nicht immer die Einschränkungen oder Probleme, die die Kollegen eventuell gehabt haben. Ich mochte die Charaktere und die ganzen Jungs im Film, der überwiegende Teil der Actionszenen war unglaublich. Ich war kein Fan der CGI Szenen, da es im Gegensatz zu der Realität des Films stand. Meiner Meinung nach kann man CGI verwenden, um die realistische Basis eines Films aufzuwerten, doch wenn es zu einem Kunststückchen wird und nicht perfekt gemacht ist, bin ich aus dem Geschehen raus. Der Schnitt der Fight Szenen am Ende funktionierte nicht, da es für meinen Geschmack zu viele Sprünge zwischen den Kampfcharakteren gab, es unübersichtlich wurde. Trotzdem genoss ich den Film natürlich.
 
DANGEROUS MAN war ihr erstes Projekt mit Steven Seagal. Scheinbar lief es recht gut, denn diese Zusammenarbeit wiederholte sich bei BORN TO RAISE HELL ans TRUE JUSTICE. Wie erklären sie sich den Ruf Seagals, dass mit ihm schwer zu arbeiten sei?
Steven und ich kamen sehr gut miteinander aus und arbeiten in allen Aspekten, die bei der Entstehung eines Films anstehen, sehr gut zusammen. Es ist die falsche Wortwahl wenn man behauptet, Steven sei schwierig. Er ist ein sehr talentierter und komplexer Künstler. Er hat ein sehr kreatives Gespür dafür, wie sein Charakter sein sollte und seitdem er seine Filme selbst produziert, stellt er sicher, dass er er soviel kreativen Einfluss nehmen kann, wie es seine Zeit erlaubt. Er verlangt Respekt, gibt diesen dann aber auch zurück, wenn du sein kreatives Talent respektierst und dein bestes tust, dieses in den Film zu bringen. Nur, weil eine Person nicht immer das macht, was du von ihr willst, macht sie das nicht gleich schwierig. Und ich glaube, dass ist der Punkt, warum Steven häufig missverstanden wird. Manchmal liegt es an Zeit- und Budgetbeschränkungen, und manches was Steve durchsetzen will, ist schwer zu verstehen. Aber er will den Film nur besser für seine Fans machen.
 
Können sie die Skepsis, die Fans den Seagal Filmen entgegen bringen, nachvollziehen? Die meisten wirken eilig herunter gekurbelt und enttäuschten die Fanbase durch den Einsatz von Stock Footage und Doubles.
Das ist bedauerlich, wird aber aus Budget Einschränkungen genutzt und ist für Regisseure und Produzenten die einzige Möglichkeit ihren Film innerhalb des Zeit- und Budgetrahmens umzusetzen. Es ist sehr schwer für jeden zu erklären, der nicht an den Produktionen beteiligt war. Es ist wie so vieles: Manches geht gut, manches nicht. Ich denke aber, dass du zustimmen wirst, dass die letzten Filme von Steven besser aussehen. Ich glaube, dass das daran liegt, dass er ein gutes Team von Leuten um sich hat, die nun wieder mit ihm arbeiten.
 
Wie erhielten sie den Regiejob für BORN TO RAISE HELL? Hatten sie wegen Seagal und dem knappen Zeitplan etwas Sorgen?
Wir sollten den Film unter der Regie von Keoni Waxman in Detroit drehen. Ich war als 2nd Unit Director und Stunt Koordinator eingeplant. Eine Woche, bevor die Dreharbeiten starten sollten, erhielten wir den Anruf, dass man die Produktion nach Rumänien verlegt hätte! Keoni rief mich an und sagte: Ich werde den Film nicht machen, da ich derzeit einfach nicht nach Rumänien gehen kann. Ich sagte: ok, dann wünschte ich, dass wir nicht nach Rumänien müssten. Keoni war der Meinung, dass ich den Film inszenieren sollte und schlug mich den Produzenten und Steven vor. Diese stimmten zu, da ich 8 Tage der 2ndUnit von A DANGEROUS MAN gefilmt hatte, die komplett für den Film genutzt wurden. Sie mochten mein Arbeitstempo und meinen Stil, daher verpflichteten sie mich zusammen mit Eric Goldstein, der auch an A DANGEROuS MAN beteiligt war. Der Zeitplan war eng, aber ich sah es als große Herausforderung an, war gut vorbereitet und der festen Überzeugung, dass wir es schaffen können. Ich hatte einen guten Cast und eine großartige Crew in Rumänien. Es war nicht einfach, aber nach 18 Tagen hatten wir den Film im Kasten.
 
Ich sprach mit Don E. FauntLeRoy, der wie sie keine Probleme mit Seagal, dafür aber den Produzenten hatte. Wie ist ihre Erfahrung: Welchen Einfluss nimmt Seagal selbst, und wer ist der Boss? Der Regisseur, Seagal, die Produzenten?
An seinem Film arbeiteten mehrere Produzenten, die ich nicht kenne und die auch nicht mehr länger mit Steven und seinen Hauptproduzenten zusammen arbeiten. Es mag also sein, dass da das Problem lag. Seitdem sind einige neue Produzenten involviert und ich arbeite auch weiterhin mit ihnen zusammen. Sie sind gute Freunde und unterstützen mich in meinen Plänen. Wer ist verantwortlich? Nun, jeder ist verantwortlich in seinem eigenen Bereich, um einen Film zu machen. Steven hat einen großen Einfluss, lässt dem Regisseur aber letzten Endes seine Arbeit machen, und die Produzenten machen ihren Job. Wie ich schon sagte: Filme sind ein Gemeinschaftswerk von vielen kreativen Köpfen, die aber nur in den Grenzen arbeiten können, die das Budget setzt.
 
Wie begeistert sind sie vom fertigen BORN TO RAISE HELL? Und was werden die Fans von dem Film ihrer Meinung nach halten?
Ich bin ziemlich begeistert von dem Film. Und ich denke, dass der der Großteil der Fans ihn auch mögen wird. Du kannst nicht erwarten, dass die Fans verstehen können, welche Probleme in Form von Budget, Zeit der Locations auftreten können, während man einen Film dreht. Die einzige Sache, die du machen kannst, ist dein bestes zu geben. Und ich fühle, dass ich einen guten Job gemacht habe. Natürlich - und ich sage das jetzt nicht als Entschuldigung, da ich sehr glücklich bin mit dem Film – könnte man man mit etwas mehr Zeit und etwas mehr Geld einen besseren Job machen. 
 
Bis auf einer kurzen Zusammenfassung, einer kurzen Storyline und dem Trailer ist noch nicht soviel zu TRUE JUSTICE bekannt. Ist es typischer Seagal Stoff, bei dem der Fokus auf Action liegt, oder ist es eher eine Crime Serie?
Das sieht alles klasse aus, und Seagal Fans werden es lieben. Es ist eine Mischung aus Krimi und Action.
 
Besteht die Serie aus einzelnen, abgeschlossenen Episoden oder zieht sich ein roter Faden durch die Serie?
Neben Steven gibt es noch andere Hauptfiguren, doch die Stories sind abgeschlossen.
 
Sie sind auch an RISE OF THE APES beteiligt. Ist die Arbeit an diesem Projekt ähnlich wie bei HULK?
RISE OF THE APES bringt das, was wir bei HULK taten auf ein neues Level. Sie haben Mo-Cap nun am Set, nicht mehr abgetrennt im Studio. Die Technologie hat sich weiter entwickelt. Das, was man im Film zu sehen bekommt, ist unglaublich. Es war eine großartige Arbeit für Stunden auf allen Vieren wie ein Schimpanse herum zu laufen!
 
Wo sehen sie ihre Zukunft? Eher als Regisseur und werden sie dann den Stuntkarriere abschließen?
Ich möchte mich auf das Regie führen konzentrieren, soviel ist sicher. Aber ich werde das Stuntbusiness niemals verlassen, dafür liebe ich es zu sehr. Ich mag den kreativen Aspekt des Regie führens, und den ganzen Film zusammen zu setzen, daher lege ich darauf meinen Fokus. Eenso werde ich einige meiner Projekte auch selbst produzieren. Vor einigen Jahren gründete ich in LA mit Jennifer Esquivel meine eigene Produktionsgesellschaft. Da gibt es derzeit einige Filme, die wir entwickeln. Einige werde ich inszenieren, für andere werden wir Regisseure verpflichten.
 
Geld und andere Einschränkungen beiseite: Was wäre ihr Traumprojekt?
Nun, ich würde gerne langsam weiter arbeiten und nicht rausgehen und was episches drehen. Ich habe noch viel zu lernen. Derzeit bin ich sehr aufgeregt über einen Film mit dem Titel CHEMICAL EVL, an dem ich mitschrieb, und bei dem ich Regie führen werde. Es handelt sich um einen Action-Horror-Film und wir wollen ihn nächstes Jahr in Mexiko drehen. Wenn ich einmal mer Erfahrungen gesammelt habe würde ich gerne einen Film wie LAST SAMURAI drehen. Außerdem bin ich großer Tony Scott Fan und würde auch gerne etwas wie MAN ON FIRE mit einem Schauspieler wie Denzel Washington machen. SCARFACE ist auch einer meiner Favoriten und ich würde gerne so etwas in meiner Art, mit meinem Stil machen.
   

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