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Interview: Isaac Florentine, Teil 2 (BGT Exklusiv)

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Ihr nächster Film wird dann „Undisputed 3“ sein. Glauben sie, dass sie die hohe Messlatte des zweiten Teils noch einmal ein wenig höher hängen können? Die Erwartungen der Fans sind recht hoch.

Ja, in Bezug auf die Action, nicht auf die Handlung, obwohl die Handlung und Beziehungen in dem Film auch sehr gut funktionieren. Eine der Beschwerden, die wir zu Undisputed 2 erhielten war, dass der Endkampf viel zu kurz war. Allein der Endkampf in Undisputed 3 geht über mehr als 10 Minuten, ich glaube nicht, dass die Leute enttäuscht sein werden. Ich denke, dass alle Kämpfe im Film gut sind. Viele sind wirklich denkwürdig, besonders Scott & Lateef Crowder, Marko Zaror & Ilam Choi und natürlich Scott & Marko. In UD3 gibt es mehr Kämpfe als in UD2, ganz zu schweigen davon, dass die Kämpfe länger sind und mit verschiedenen Techniken und Idee angereichert sind. Es war eine hervorragende Zusammenarbeit mit allen. (Larnell Stovalls Choreographie ist brillant). Die Leute werden den Film lieben. Es ist wirklich ein Kampfkunstfilm, wie er sein soll. Außerdem wurden keine Drähte im Film verwendet! Das muss man gesehen haben, um es zu glauben.
 
 
Scott Adkins gilt als der derzeit vielleicht beste (Film-)fighter der Szene. Wie beurteilen sie seine Fähigkeiten, gerade im Hinblick auf ihren eigenen sportlichen Hintergrund?
Scott bringt einfach alles mit: Hervorragende Kicks und Boxtechniken, dazu kommt sein akrobatisches Können und er sein fantastisches Stunt Geschick. Das ist nicht mit dem Karte zu vergleichen, den ich betreibe (Dojo Karate oder Karate-Do). Scott ist einzigartig, ist physisch sehr präsent und hat eine große schauspielerische Bandbreite, wovon man in „Undisputed 3“ noch mehr sehen wird. Daran sieht man, wie einzigartig er ist. Dazu kommt der Fakt, das er sehr nett und bescheiden ist, es ist eine Freude, mit ihm zu arbeiten. Ich denke, das sagt alles. Bei „Undisputed 2“ starteten wir die Fightsequenzen in der dritten Woche, und die Crew hatte vorher noch nicht wirklich gesehen, wie er sich bewegt und dachte, dass da jetzt langweilige Kampfszenen kommen würden. Ich werde nie vergessen, wie still es wurde, als Scott loslegte. Jeder wusste plötzlich, wohin wir mit dem Film wollten. Als dann Michale Jai White dazu kam und sich bewegte, war der Applaus der Statisten echt. Dasselbe passierte bei Undisputed 3. Als Scott in seiner Rolle als Boyka seinen ersten Gegner ausknockte, habe ich nicht geschnitten, sondern die Szene laufen lassen, und die Statisten applaudierten und riefen Boyka, Boyka, während Scott seine Hände als Siegessymbol in die Höhe reckte. Das ist eine großartige Szene, die nicht geplant war – sie passierte einfach.
 
 
Wenn sie ihre Karriere Revue passieren lassen: Was ist ihrer Meinung nach ihr bester Film?
Ich denke, Undisputed 2, wobei Undisputed 3 sehr nahe dran ist und die Kämpfe besser sind. Doch die Story in Undisputed 2 ist besser und der Schnee brachte so viel Atmosphäre in den Film.
 
 
Wie sehen sie sich selbst: Als reinen Auftrags-Regisseur, der aus einem Projekt das Beste machen will? Oder sind sie mittlerweile in der Position, sehr selbstständig Projekte anzuregen?
Ich bin ein Auftragsregisseur, aber ich liebe jedes Projekt, das ich übernehme und mache es zu etwas persönlichem. Ich lege mein Herz und meine Seele in jeden Film und in jede TV Serie. So bin ich einfach.
 
 
Schaut man sich den Direct-to-DVD Markt an, fällt auf, dass in die Jahre gekommene Stars wie Seagal mit recht hohen Budgets Filme abliefern, die die Fans überwiegend nicht zufrieden stellen, dafür aber motivierte Newcomer wie Scott Adkins in Low Budget Filmen weiter auf ihren Durchbruch warten müssen. Ist diese Situation ein Nachteil für die junge Garde?
Ich sehe es genau anders herum. Scott, aber auch Michael Jai White oder Marko Zaror, wollen Akzente setzen und sich selbst als die besten des Genres beweisen. Und natürlich sind sie so gut wie z.B. Mark Dacascos oder Gary Daniels. Seagal ist ein Aikido Meister, Jean Claude ein großer Karateka. Es liegt alles in den Händen der Regisseure und Produzenten, mit denen sie arbeiten, ihrer Motivation, die Actionszenen als Möglichkeit zu nehmen, ihre Fähigkeiten zu zeigen.
 
 
In ihren Filmen entdeckt man zahlreiche Stilmittel aus Hongkong Filmen und insbesondere aus Italowestern. Welche filmischen Einflüsse würden sie nennen?
Mein Lieblingsregisseur ist Sergio Leone, meine Lieblingsfilme „Zwei glorreiche Halunken“ und „Spiel mir das Lied vom Tod". Wegen dieser Filme wollte ich Regisseur werden. Dann gibt es natürlich auch Bruce Lee. Das Actionkino muss in zwei Teile getrennt werden: Vor und nach Bruce Lee. Aber auch die grundsätzliche Ikonografie des Actionkinos muss in zwei Teile getrennt werden: Vor und nach Sergio Leone. das ist natürlich meine sehr subjektive Sicht, aber es ist nicht verwunderlich, dass der Italowestern sehr viele Dinge änderte. Als erstes wurden Außenseiter zu Helden (Tomas Milian als Kucchio in den Filmen von Sergio Sulema), dann wurden die Guten etwas dubios, dreckig und unrasiert (Clint Eastwood in „Für eine Handvoll Dollar"). Und das Gute gewann nicht immer („Leichen pflastern seinen Weg“ von Sergio Corbucci). Die Italiener definierten das Genre völlig neu. Dann kamen die Kung Fu Filme, von denen ich zu Beginn jedoch, wenn ich ehrlich bin, alles andere als begeistert war. Einerseits waren die Fights recht langsam, andererseits waren sie überwiegend auch technisch auf einem niedrigen Level. Doch als ich 1972  Bruce Lee in „Fists of Fury“ sah, änderte sich mein Leben! Ich mag auch John Liu, Hwang, oder Jang Lee. Ich schaute diese Filme, um diese Techniken später im Dojo zu trainieren. Ich bin ein Kind der 70er Jahre, da mag ich natürlich auch die Filme von Charles Bronson oder Jean Paul Belmondo. Doch Bruce Lee ist in meinen Augen eine Naturgewalt. Es gab nur einen wie ihn, und ich bin nicht sicher, ob da noch mal einer wie er kommt.
 
Legen sie Wert darauf, in Zukunft auch mit größeren Budgets arbeiten zu können, um eventuell auch Kinofilme inszenieren zu können? Oder fühlen sie sich in ihrer jetzigen Position sehr wohl und wollen gar nicht unbedingt den nächsten Schritt gehen?
Alles ist gut. Ich gehe jeden Film an, als ob es das letzte sei, was ich in meinem Leben tue, und als ob ich nach diesem beurteilt würde. Es gibt da keinen Unterschied zwischen kleinen und großen Filmen: meine Arbeitsweise und meine Leidenschaft sind gleich. Natürlich möchte ich mehr in den Mainstream, weil das bedeute, dass meine Filme von mehr Leuten gesehen werden. Ich bin aber auch realistisch und weiß, dass es heut zu Tage sehr schwierig ist, im Mainstream Fuß zu fassen, wenn man den Stempel eines B-Movie Regisseurs verpasst bekommen hat. In den 30er Jahren wurden Filmemacher angeheuert, die in den Studios, in denen zuvor größere Filme gemacht wurde, mit den vorhandenen Resten irgend etwas billiges machen sollten. Diese Regisseure reduzierten ihre Filme auf das wesentliche und machten günstige Detektiv Geschichten, die von den Amerikanern überwiegend ignoriert wurden, bis die Franzosen das Ganze in den 50er Jahre Film noir nannten – da wachten die Pseudo Intellektuellen auf. Vergleichbares passierte dem Spaghettiwestern, die in den USA (Nicht in Europa) überwiegend als Müll angesehen wurden. Doch dann benutzt Tarantino Elemente aus diesen Filmen und sie erhalten die überfällige Anerkennung. Ich denke, dass das auch mit den Low Budget Martial Arts- und Actionfilmen passieren könnte, die in den 90er und 2000er Jahren entstanden. Es gibt ja auch noch andere Regisseure, z.B. Steve Wang, der Filme wie „Drive“ machte. Irgendwann in der Zukunft wird ein neues Hollywood Genie diesen Filmen die berechtigte Anerkennung entgegen bringen. Vielleicht sind wir dann schon sehr alt oder tot. Das ist die Ironie des Lebens. 
 
Welche Projekte stehen als nächstes an?
Da sind ein paar Sachen in Arbeit. Aber ich bin sehr abergläubisch. Ich glaube nicht an ein neues Projekt, bevor ich nicht auf dem Set bin und die Kamera läuft. Daher will ich nicht über kommende Dinge sprechen.

Sie setzen für „Ninja“ japanische Martial Arts Elemente ein. Planen sie für die nächsten Projekte, auch andere Martial Arts Stile zu integrieren? Eventuell die chinesischen, oder auch die noch relativ unbeachteten Kampfstile Escrima und Arnis aus der Filipino Martial Arts Technik?
Ich liebe Martial Arts – jede Form von Martial Arts! Ich trainierte nicht nur  Karate für viele Jahre, sondern auch Muay Thai. Zudem habe ich ein Selbstverteidungs Diplom, das auf Krav Maga basiert. Ich interessiere mich auch sehr für die Geschichte des Martial Arts. Ich machte einen Film über das französische Savate und entwickle ein weiteres Savate Skript. In „Ninja“ ist das japanische Martial arts die Basis, doch so kam es überhaupt dazu, denn der Ansatz ist ziemlich simpel: Erinnere dich an „Batman Begins“ und wie Bruce Wayne zu einem Ninja wurde. Meine Idee war genau das Gegenteil, denn in dem Film wurde der böse Ninja Masazuka zu einem Typ wie Batman. Der Film ist wie ein Videospiel oder ein Comic. Das einzig realistische ist die Ninja Schule, die lose an die Katori Shinto Ryu school angelehnt ist, die bis heute existiert. Es gibt da Streitigkeiten über die Abstammung der Ninjas. Historisch gesehen hörten Ninjas im 17. Jahrhundert auf, zu existieren. Der letzte Ninjutsu Meister Fujita Seiko starb 1966. Alles was im japanischen Martial arts Rang und Namen hatte, kam zu seiner Beerdigung. Ich dachte mir: Okay, wenn dieser Mann noch leben würde und eine Ninja Schule hätte – wie würde die wohl aussehen? Das ist auch der Grund, warum diese Szenen japanisch untertitelt sind und warum ich einige bekannte jaapanische Martial arts Artisten wie Sensei Fumio Demura einbaute: ich wollte ein authentisches Gefühl vermitteln. In „Undisputed 3“ wird Muay Thai, Capoeira, Karate und Grappling zu sehen sein.
 
 
Was wäre ohne jegliche Einschränkungen ihr absolutes Traumprojekt?
Ha! Ein Spaghettiwestern mit Bruce Lee, der als chinesischer Newcomer den wilden Westen besucht.
 
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