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Jan15

Hardware Kritik: PlayStation VR 2

Hardware Kritik: PlayStation VR 2

Nachdem Sony Computer Entertainment am 13.10.2016 auch in Deutschland die "PlayStation VR" veröffentlicht hat, erschien klein heimlich am 02.01.2018 bereits eine Revision der "PlayStation VR" mit der Kennziffer CUH-ZVR2. Sony schickt uns mit der neuen Revision wieder in eine unglaubliche Reise quer durch eine packende Virtual Reality-Welten. Bei der "PlayStation VR" - egal ob VR1 oder VR2 - steht das neue Mittendrin-Gefühl  an erster Stelle. Das garantieren Spiele wie "Playroom VR", "Skyrim VR" oder auch "VR-Worlds" sowie weitere Spiele, die gerade für das "PlayStation VR Headset" entwickelt werden. Noch nie hat es eine so preisgünstige alternative gegeben, wie das VR-Headset aus dem Hause Sony. Die "PlayStation VR" basiert auf der bemerkenswerten Datenverarbeitungskapazität der "PlayStation 4" bzw. "PlayStation 4 Pro". Es handelt sich um eine komplette, integrierte VR-Lösung. Mit einer Bildrate von 120 Bildern pro Sekunde entsteht ein lebensechtes optisches Erlebnis und das OLED Display mit seinen 5,7 Zoll bietet einen großzügigen Blickwinkel. Im Rahmen unseres ausfürhlichen Hardware Test, kratzten wir nicht nur an der Oberfläche, sondern tauchten mit der neuen Revision der "PlayStation VR" noch tiefer in Virtual Reality-Welten ab. Ob sich die neue Revision mit der Kennziffer CUH-ZVR2 lohnt, könnt Ihr in unserem ausführlichen Hardware-Test nachlesen.

- PlayStation VR 2-

Die Zukunft des Videospielens sahen wir bereits in diversen Science-Fiction-Filmen aus den 1990er und 2000er Jahren. Der nächste wirkliche Quantensprung, war das Mittendrin-Gefühl über eine Virtual Reality-Brille. Die Grafik normaler Videospiele wird von Jahr zu Jahr ein wenig besser, die Spielmechaniken werden noch etwas ausgefeilter, aber im Prinzip unterscheiden sich die Spiele heute nur wenig von den Spielen, die vor 5 bis 8 Jahren erschienen sind. Die "PlayStation VR" soll es richten und ein völlig neues Spielerlebnis bieten - das Mittendrin, statt nur dabei Gefühl. Der Spieler trägt das VR-Headset mit kleinen, hochauflösenden Bildschirmen vor jedem Auge. Durch ausgefeilte Tracking-Technologien registriert die Konsole, wohin der Spieler gerade blickt. Was die Illusion erzeugt, dass man sich in einer vollkommen, dreidimensionalen Welt befindet.

Bevor es jedoch so richtig losgehen kann muss das System richtig kalibriert werden. Hier steht vor allem die Kamera im Mittelpunkt - von daher ist es enorm wichtig diese korrekt zu platzieren. Da hier nur mit dem normalen Kamerabild gearbeitet wird sind extreme Winkel oder Positionsveränderungen suboptimal. Damit alles korrekt läuft, muss die Kamera in einem Abstand von 1,50m bis 3,0m platziert werden. Zudem sollte das Zimmer nicht hell erleuchtet sein und sich idealer Weise keine zusätzlichen hellen Lichtquellen oder Spiegel möglichkeiten in der Nähe befinden. Je nachdem was man noch zusätzlich nutzt müssen Move-Controller, Aim-Controller oder Dualshock 4-Controller auch nochmal schnell mal vor die Kamera gehalten werden. Bei allen Einrichtungen muss man nur simpel den Bildschirm-Anweisungen folgen und schon sollte alles funktionieren. Optional: In den Einstellungen (Einstellungen -> Geräte -> PlayStation VR -> Augenabstand vermessen) läßt sich auch der Augenabstand einstellen bzw. korrigieren. Dies sollte man tun, wenn die Schrift zu unscharf daher kommt. Alternativ läßt sich auch über das VR-Headset selber die korrekte und optimale Position des VR-Headset nach korrigieren. Gerade die nachjustierung hat in unseren Test nochmal einiges an Genauigkeit rausgeholt. Nach der Starteinrichtung ist es jederzeit im oder auch aushalber des Spiels möglich durch das drücken der "Options"-Taste die Kamera, das Headset und den/die Controller neu zu kalibrieren. Das wäre zu Empfehlen, wenn einem das Bild nicht korrekt erscheint. Wenn man das kurze Prozedere hinter sich gebracht hat, kann es auch schon losgehen. Dabei spielt man vorrangig im sitzen mit einem Dualshock 4-Controller, Move-Controller oder Aim-Controller je nach Spiel und Spielmodus. Nur einige wenige Spiele wie zum Beispiel "Farpoint VR" läßt sich das Abenteuer auch im stehen genießen. Gerade in Bezug aufs stehen kann auch die 4,5m lange Kabelstrecke zur Anschluss-Box überzeugen, um einem nicht vorzeitig aus dem Spiel zu reißen. Ein bisschen Schade ist am Ende nur, dass jedes Spiel - je nach Auslegung - eine zusätzliche Kalibrierung benötigt was gerade beim Wechseln von Spielen ein bisschen Aufwand bedeutet.

Hat man das VR-Headset einmal auf, fällt einem natürlich erstmal die riesen ca. 3m breite Leinwand auf. Erfreulicher Weise ist die Bildqualität super und nur unmerklich geringer aufgelöst als bei der Konkurrenz. Jedes Auge hat hier nämlich 960×1080 Pixel vor sich - im Gegensatz zu den 1080×1200 Pixeln der Konkurrenz. Was an Pixel minimal fehlt wird jedoch durch stellenweise höhere Bildraten kompensiert, denn nur mit der "PlayStation VR" sind sogar 120 Hz möglich. Neben der "PlayStation VR" gibt es zurzeit zwei direkte Konkurrenz Produkte: Die "Oculus Rift" und die "HTC Vive". Die Geräte unterscheiden sich teils recht deutlich voneinander. Technisch am fortgeschrittensten ist die "HTC Vive". Denn sie bietet als einzige die Möglichkeit, die Bewegungen des gesamten Körpers zu tracken. Mit der "HTC Vive" kann man - einen entsprechend großen Raum vorausgesetzt - frei bewegen und diese Bewegungen werden in die virtuelle Welt übertragen. Das ist zweifelsohne eindrucksvoll, aber auch ein immens teurer Spaß. Allein Brille, Controller und Sensoren kosten weit über 1000.- EUR. Und mit der Brille allein kann man nichts anfangen. Dazu braucht es auch noch einen extrem schnellen Rechner, der es schafft die für VR nötigen 120 Frames pro Sekunde zu rendern. Unter 1500.- EUR geht da wenig ruckelfrei. Einen solchen hochgezüchteten Spielerechner braucht es auch für die "Oculus Rift", die für knapp 700.- EUR über die Ladentheke geht. Sony selber kommt verglichen mit den anderen Anbietern mit einem Schnäppchenpreis um die Ecke: Gerade einmal 399.- EUR werden für das neue VR-Headset (CUH-ZVR2) inkl. Kamera und "VR Worlds" fällig. Und für deren Betrieb braucht es keinen sündhaft teuren PC, sondern lediglich eine "PlayStation 4", die es mittlerweile schon für 279.- EUR gibt. Allerdings sollte man sich für einen wirklich flüssigen Betrieb eine "PlayStation 4 Pro" zulegen, die deutlich mehr Power unter der Haube hat und 399.- EUR kostet. Zu Konsole und Brille kommen dann noch eine PlayStation Kamera (in den meisten Bundle inkludiert) und optional ein Doppelpack Move-Controller (80.- EUR) dazu. Rechnet man alles zusammen, kostet der Einstieg in die VR-Welt bei Sony 798.- EUR, während für "Oculus Rift" oder "HTC Vive" mehr als das Doppelte fällig werden.

Über die Grafikqualität in Virtual Reality läßt sich Streiten und jeder hat da seine eigene Vorstellung, schließlich liegt das gesehene im Auge des Betrachters, ob man damit zufrieden ist oder nicht. Schaut man sich auf dem Fernsehr an, wie das Spiel aussieht, wenn jemand anderes gerade das VR-Headset auf hat, dann ist man von der Grafikqualität unbeeindruckt. Das allerdings ändert sich, sobald man das VR-Headset selber trägt. Die Immersion ist überwältigend, das Eintauchen in eine neue, Virtual-Reality-Welt so umfassend, dass man durchaus vergessen kann, dass man eigentlich auf der Couch sitzt und nicht gerade bei "VR Worlds" in einem Haikäfig auf den Grund des Meeres heruntergelassen wird. Grafikfetischisten werden die Unschärfe oder die niedrig aufgelösten Texturen sowie oftmals eine detailarme Umgebung beklagen. Wenn man jedoch bedenkt, dass eine Konsole mit mittelmäßiger Hardware-Komponte die Arbeit übernimmt, für zwei kleine, aber hochauflösende Monitore jeweils 120 Bilder pro Sekunde berechnet - dann ist das sehr beeindruckend, dass die Konsole das überhaupt schaffen kann und das für einen unschlagbaren Preis. Konkreter gesagt: Ein HD oder 4K erlebnis wie bei aktuellen Triple-A Titel ist über eine VR-Brille aktuell nicht möglich. Das wird auch noch eine ganze Weile dauern, bis sowas auch für den Endverbraucher realisierbar sein wird und das für ein kleines bis mittleres Entgeld. Letztendlich werden nur die wenigen bereit sein, für ein fotorealistisches VR-Erlebnis 2000-3000.- EUR zu zahlen, auch wenn die Brille ein scharfes und detailreiches Bild liefert.

Allerdings - und das ist ein kleines Manko - ist es durchaus hörbar, was man der Konsole dabei abverlangt. Die "PlayStation 4" mutiert im VR-Betrieb regelrecht zum Helikopter und hat ihre Mühe, halbwegs ruhig zu bleiben. Dafür werden aber auch durchaus beeindruckende Szenarien auf die Netzhaut gezaubert. Die Steuerung der Spiele unterscheidet sich deutlich. Hier wird klar, dass sich noch keine mehr oder weniger verbindliche Standardsteuerung wie bei Shootern herauskristallisiert hat und die Hersteller derzeit noch sehr viel experimentieren. So steuert man bei "VR Worlds" zum Beispiel den Ball ausschließlich durch die Neigung des Kopfes, was sehr natürlich und intuitiv wirkt. "Robinson: The Journey" hingegen fährt zweigleisig. Hier kann man den normalen Dualshock 4-Controller nutzen, was angesichts der höchst seltsamen Tastenbelegung sehr befremdlich ist. Deutlich intuitiver klickt man sich mit den beiden Move-Controllern, die jeweils die Steuerung einer Hand übernehmen. Bei "Until Dawn: Rush of Blood" - einem Achterbahn-Geisterbahn-Gruselshooter - wird klar, welche Vorteile die Bewegungssteuerung hat: Zwei Hände, zwei Knarren - ab geht die wilde Fahrt inkl. Gänsehaut-Garantie!

Während des Test mit dem neuen Revision VR-Headset ist meiner Wenigkeit nie schlecht geworden. Die zweite Testerin aus dem heimischen Haushalt lobte das hervorragende Räumlichkeitsgefühl beim Spielen mit der "PlayStation VR", beklagt jedoch von Schwindelgefühle bis hin zu Kopfschmerzen. Bei "Skyrim VR" musste sie allerdings nach kurzer Zeit aufhören, weil sich eine leichte Übelkeit einstellte. Bei "Until Dawn: Rush of Blood" wurde es spätestens bei der ersten Achterbahnfahrt so schlimm, dass ein weiterspielen nicht Möglich war. Das Problem, mit dem viele zu kämpfen haben, ist, dass man zwar bequem auf der Zockercouch sitzt, einem die Bilder aber emulieren, dass man gerade eine wilde Fahrt unternimmt. Das kann auf den Magen schlagen. Hier gibt es allerdings keine grundsätzliche Empfehlung - das muss leider jeder für sich selbst herausfinden. Die derzeit erhältlichen VR-Spiele sind leider nicht sonderlich umfangreich. In den meisten Fällen ist man nach ein paar Stunden durch. Generell habe wir die Erfahrung gemacht, dass das VR-Headset zwar sehr bequem ist und nicht drückt, es aber nach rund einer Stunde wirklich warm unter dem  abgeschirmten VR-Headset wird und man eine Pause einlegen sollte - auch, um die beschlagenen Linsen mit dem beiliegenden Microfasertuch abzuwischen. Stundenlange Sessions wie bei "Destiny 2" oder "Assassin's Creed: Origins" am Fernseher kann man sich derzeit in VR noch nicht vorstellen. Das kann aber durchaus eine Frage der Gewöhnung und der richtigen Titel sein.

Es gibt ein VR-Headset und sehr viele Kabel. Die Erstinstallation dürfte für Laien kein Probleme darstellen, da die Anleitung die Installation bildlich verdeutlicht und alle Kabel nummeriert sind. Prinzipiell wird die "PlayStation 4" bzw. "PlayStation 4 Pro" via HDMI und USB mit einer - im Gegensatz zur alten Revision, wesentlich kleineren - externen Box (Prozessoreinheit) verbunden. Von dieser Box führt dann jeweils ein HDMI-Kabel zum Fernseher und ein Kabel zum VR Headset. Dazu eine extra Stromversorgung und die Installation ist erledigt. Die PlayStation Kamera - die für den VR-Betrieb unbedingt benötigt wird - wird gesondert verkabelt. Das VR-Headset selbst ist zwar komplett aus Plastik gefertigt, aber sehr gut verarbeitet und bequem. Sie lässt sich auf große wie kleine Köpfe per Knopfdruck und ziehen an dem VR-Headset gut einstellen und dank integrierten verschlussmechanismus auch fest fixieren. Durch den Stabilen halt und des geringen Gewichts läßt sich das VR-Headset durchaus auch über längere Zeiträume schmerzfrei tragen. Die beiden Displays - jeweils eines vor jedem Auge - sind zwar nicht ganz so hochauflösend, dennoch sieht das Bild gut aus. Denn aufgrund der von Sony eingebauten Displaytechnologie ist der so genannte Fliegengittereffekt - der entsteht, weil man mit den Augen sehr nah am Display ist und daher die Zwischenräume zwischen den einzelnen Pixeln sehen kann - deutlich weniger ausgeprägt. Der Unterschied zur alten Revision sind im wesentlichen nur zwei Dinge: 1) Wie oben beschrieben die kleinere Prozessoreinheit mit HDR path through Unterstützung für alle die einen entsprechenden Fernseher besitzen und Spiele mit HDR genießen wollen ohne immer umstöpseln zu müssen und 2) sortiertere Kabelführung und zwei Slots für die InEar-Kopfhörer direkt am VR-Headset. Wem die zwei Dinge egal sind kann getrost zur Vorgängerversion greifen und 100.- EUR sparen, alles andere ist nämlich identisch.

 

- Fazit -

Für die Videospielbranche ist VR ein Teil der Zukunft. Die Immersion ist immens, zudem eröffnet VR gerade auch Gelegenheits- und Nichtspielern, die Möglichkeit zu spielen und dabei Spaß zu haben. Erfahrenen Spielern eröffnet sich mit der VR ein neues, spannendes Szenario direkt vor der Netzhaut. Leider ist die Zahl der verfügbaren Titeln noch überschaubar - und die meisten recht kurz und nicht mit einem fesselnden "Horizon Zero Dawn" zu vergleichen. Insofern ist die neue Revision CUH-ZVR2 der derzeit beste Kompromiss und die derzeit einzige günstige VR-Lösung. Gerade wenn man bereits eine "PlayStation 4" oder - noch besser - die leistungsstärkere "PlayStation 4 Pro" im Haus hat. Dann sind die nötigen Investionen von rund 399.- EUR für Brille und Kamera mit Abstand ein günstiger Einstieg in die VR-Welt. Zudem verkauft sich die "PlayStation VR", die seit über einem Jahr auf dem Markt ist, verglichen mit den anderen Brillen deutlich besser. Was bedeutet, dass die Attraktivität der Plattform für die Entwickler steigt. Wer also einen Blick in die Zukunft des Spielens werfen will und eine unglaubliche Reise quer durch eine packende Virtual Reality-Welten erleben möchte, der kann bei der "PlayStation VR" bedenkenlos zuschlagen.

Wertung: 8| 10

Preis: EUR 399,00

Pro

Neue Spielerfahrung

Hardwareanforderungen gering (PlayStation 4 oder PlayStation 4 Pro)

Trackingsystem via Move und Kamera

Super einfache Installation der Komponenten

Guter Tragekomfort

Gute Immersion, super flüssige Bildraten

Auch für Brillenträger geeignet

Breakoutbox zeigt VR-Grafik auf TV

Contra

Niedrigere Auflösung als bei anderen VR Brillen

Für Grafikliebhaber eher weniger geeignet

Texturen wirken Unscharf und verpixelt

 


 

- VR Spiele -

Es gibt zweifelsohne faszinierende VR-Spiele für die "PlayStation VR", aber kaum gute. Es gab natürlich in der Vergangenheit zahlreiche Spiele, aber die meisten Triple-A Spiele waren nicht VR-Kompatible und erschienen ohne VR Support. Neben den zahlreichen Tech-Demos stechen noch ein paar durchaus interessante Spiele heraus, die wir hier kurz erwähnen und die man als Besitzer der "PlayStation VR" defnitiv mal spielen sollte.


Playroom VR: Das mit Abstand beeindruckste VR-Spiel ist hier die kostenlose Beigabe "Playroom VR". Das Spiel beinhaltet einen Mehrspieler-Modus wo man mit dem Träger des VR-Headsets zusammen spielen kann. Die kleinen Minispiele sind meistens für mehrere Teilnehmer ausgelegt. Es gibt zum Beispiel einen Modus, in dem der Spieler mit Brille die anderen spielen mit Controller jagt und anschließend deren geworfenen Gegenständen ausweichen muss. Oder der VR-Spieler schlüpft in die Rolle einer Katze, wo auch die Stimme des Trägers emuliert und mit einer piepsigen Stimme wiedergegeben wird und der unvorsichtige Mitspieler, die sich im falschen Moment bewegen, einkassiert. Optisch beeindruckend ist vor allem das Jump&Run-Minispiel, bei dem man durch eine toll designte Welt hüpfen und Roboterkumpels einsammeln müssen. Die Minispiele dauern zwar nicht lange, dafür sind diese für das VR-Headset optimiert und zeigen einem gut, was einem in einer Virtual Reality-Welt erwarten kann. Für PlayStation VR besitzer ist "PlayRoom VR" ein muss.

Playstation VR-Worlds: Wie immer, wenn man eine völlig neue Technologie einsetzt, braucht es Programme, die den Käufern der ersten Stunde demonstrieren, was damit alles möglich ist. Früher lagen vielen Konsolen daher Demo-CDs bei, auf denen sich kleine Tech-Demos fanden, die das Potenzial verdeutlichen sollten. Wenn man jetzt bösartig argumentiert, ist "Playstation VR Worlds" eine solche Tech-Demo. Insgesamt fünf spielerische Szenarien finden sich auf der Disk und können in einem eindrucksvollen dreidimensionalen Menü ausgewählt werden. Ein großer Teil der Mini-Spiele ist schon von diversen Spielemessen bekannt. Die Fahrt in einem Haikäfig zum Grund des Meeres beispielsweise, die man in "Ocean Descent" erleben kann. Inklusive eines höchst gruseligen und sehr hungrigen Besuchers. Auch der spielbare Gansterfilm "The London Heist" über einen Diamantenraub in der britischen Hauptstadt wurde schon des Öfteren vor dem offiziellen Erscheinen der "PlayStation VR" gezeigt. Das ändert aber nichts daran, wie faszinierend das Erlebnis ist. Wer wissen will, wie schnell ihm unter der VR-Brille schlecht wird, der solle "Scavengers Odyssey" ausprobieren. Hier klettert man als Spieler ins Cockpit eines Mechs, eines zweibeinigen Kampfroboters. Spielerisch ist das eher belanglos. Gleiches gilt auch für "VR Luge", bei dem man einen Berg herunterrast und dabei Hindernissen und entgegenkommenden Fahrzeugen ausweichen muss. Allerdings funktioniert die Steuerung per Kopfbewegung hier nicht mal ansatzweise so gut. Letztes Mini-Spiel im Paket ist "Danger Ball", eine Art Shufflepuck für die virtuelle Realität. Knallbunt, schnell und gut zu steuern - lohnt sich. Fazit: "Playstation VR Worlds" als Demosammlung zum Vollpreis zu bezeichnen, ist ungerecht. Denn dafür sind die einzelnen Minispiele deutlich zu umfangreich. Zwar von wechselnder Qualität, geben sie doch einen guten Einblick, was da in Zukunft alles möglich sein wird. Selbst wenn man als Spieler die meisten Sachen kaum öfter als 1-2 mal selbst spielen wird, ist "Playstation VR Worlds" doch gut geeignet, Freunden und VR-Neulingen die neue Technik zu präsentieren.

Robinson: The Journey: "Robinson: The Journey" ist das vielleicht hübscheste Spiel, das derzeit für die "PlayStation VR" erhältlich ist. Das ist wenig verwunderlich, schließlich handelt es sich um ein Spiel der deutschen Vorzeigeprogrammierer von Crytek, die bereits mit der "Crysis"-Reihe bewiesen haben, dass schöne Umgebungen eine ihrer Spezialitäten sind. In "Robinson: The Journey" übernehmen wir die Steuerung eines kleinen Jungen, der als einziger den Absturz eines Raumschiffs auf einem fremden Planeten überlebt hat. Einem Planeten, randvoll mit riesigen Dinosauriern. Eine Welt, wie geschaffen für die virtuelle Realität. In seinem Kern ist "Robinson: The Journey" ein Adventure, bei dem es gilt, die fremde Welt zu erkunden und immer neue Umgebungsrätsel zu lösen. Das ist spannend und teilweise wirklich wunderschön. Schnell hat man das Gefühl, wirklich auf einem fremden Planten unterwegs zu sein. Ganz alleine ist man dabei nicht – mit dem Mini-T-Rex Laika hat man einen der charmantesten Sidekicks der letzten Jahre dabei. "Robinson: The Journey" ist eine klare Kaufempfehlung, weil es nicht nur eine Technik-Demo, sondern ein richtiges Spiel für die "PlayStation VR" ist.

Until Dawn: Rush of blood: "Until Dawn" erschien schon vor einigen Jahren für die "PlayStation 4" und war eine überaus spaßige Adaption eines Teenie-Slashers mit Starbesetzung und einer filmreifen Inszenierung. "Until Dawn: Rush of blood" hat ehrlich gesagt inhaltlich rein gar nichts damit zu tun. Das mag man als Etikettenschwindel betrachten, aber ehrlich gesagt ist es überhaupt nicht schlimm. Denn "Until Dawn: Rush of blood" ist ein Riesenspaß und macht seinem Namen alle Ehre. Am besten lässt es sich als Mischung aus Lightgun-Shooter und Achterbahn-Simulator betrachten. Und das rockt! Man sitzt in seiner Gondel, die beiden Move-Controller in der Hand mutieren in der virtuellen Realität zu zwei Knarren und anschließend wird auf alles geballert, was sie bewegt. Zuerst Zielscheiben, später fiese Horrorclowns und eklige Spinnen. Zwischendurch geht es immer wieder durch Achterbahnpassagen, die sensiblen Naturen intensiv auf den Magen schlagen können. Was bleibt, ist ein einfacher, gruseliger Riesenspaß für Erwachsene, der schön zeigt, dass es oftmals die simplen Spielkonzepte sind, die überzeugen können.


Resident Evil 7: biohazard: Endlich hat es die Entwicklerschmiede Capcom kapiert, dass man die Rückkehr zu den Wurzeln nicht nur versprechen darf, sondern auch umsetzen muss. Mit "Resident Evil 7: biohazard" verabschiedet man sich von Shooter-Action, Koop-Modus sowie furchtlosen Helden und inszeniert wieder den klassischen Survival-Horror, der die Horror-Reihe wieder auszeichnen und mit neuen Auftrieb in einer teils richtigen Richtung lenken kann. Trotz der neuen First-Person-Perspektive bewegt man sich hinsichtlich Atmosphäre, Mechanik und Design überraschend nah am Klassiker, mit dem im Jahr 1996 alles begann. Genau wie dort wartet auch hier die gut ausbalancierte Mischung aus Erkundung, kleinen Rätseln, Kämpfen und zwischen Bossgegnern - alles verpackt in einer schaurig schönen Kulissen, sauberer Darstellung und einer gut deutschen Lokalisierung mit professionellen Sprechern. Man könnte Capcom vielleicht vorwerfen, im letzten Drittel die Zügel etwas lockerer gehalten zu haben wo durch das Action-Szenario im letzten Drittel dominieren konnte, aber das Konzept geht auf und erweckt die alte Faszination zu neuem Leben. Schon am TV ist das Erlebnis eine Wucht, doch mit der "PlayStation VR" wird man in die verstörende Welt der Baker-Familie regelrecht hinein gezog und erlebt den fesselnden Horror-Trip noch intensiver. Obwohl die Geschichte nur wenig mit den bisherigen Ereignissen der Reihe zu tun hat und Ethan als Protagonist blass bleibt, ist man bis zum Ende neugierig zu erfahren, was es mit den mysteriösen Ereignissen und der durchgeknallten Familie auf sich hat. Beim Katz-und-Maus-Spiel gegen übermächtige Verfolger reicht es zwar nicht an die Qualitäten eines "Outlast" oder "Alien Isolation" heran, aber als Gesamtpaket ist "Resident Evil 7: biohazard" derzeit eines der besten und intensivsten Horrorspiele auf dem Markt.

Durchschnittliche Userbewertung

8.8/10 Bewertung (6 Stimmen)

 

- PlayStation VR 2 -

Display

  • OLED / 5,7 Zoll

Auflösung

  • 1920x1080 (960 x1080 pro Auge)

Sichtfeld

  • 100 Grad

Bildwiederholungsfrequenz

  • 120 Hz, 90 Hz

Tracking

  • PlayStation Kamera

Controller

  • Dualshock 4
  • PS Move (optional)
  • AIM Controller

Anschlüsse

  • HDMI
  • USB

PlayStation VR Lieferumfang

  • PlayStation VR- Headset
  • PlayStation VR- Prozessoreinheit
  • Anschlusskabel für VR-Headset
  • HDMI-Kabel
  • USB-Kabel
  • Stereokopfhörer (mit einem kompletten Set Ohrhörer)
  • Netzkabel
  • Netzanschluss

Quelle: de.playstation.com/vr, wikipedia.de

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Pascal Müller

Pascal Müller

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Dez06

Hardware Kritik: PlayStation 4

Geschrieben von: Pascal Müller Hardware Kritik: PlayStation 4

Sony Computer Entertainment bietet seit kurzen auch in Deutschland sein neues Schlachtschiff an und schickt uns Gamer in eine unglaubliche Reise durch eine packende Videospiel-Welten und einer eng verbundenen Videospiel-Community. Bei der PlayStation 4 stehen die Gamer an erster Stelle - das garantieren Spiele wie "Killzone: Shadow Fall", "Knack" oder auch "Battlefield 4" sowie mehr als 180 weitere Spiele, die gerade entwickelt werden. Noch nie hat es eine so hochentwichkelte Spielkonsole wie die PlayStation 4 gegeben. 10x mehr Leistung gegenüber der PlayStation 3 sprechen für sich und realisieren eine Beeindruckende Spielgrafik, die man sonst nur aus Videosequenzen kennt. Unnötige Spielunterbrechungen gehören der Vergangenheit an und so laufen Zukünftige System-/Videospiel-Updates stehst Automatisch im Hintergrund ab, Videospiele die im PlayStation Store erworben wurden, können noch während des Downloads gespielt werden, die Konsole lernt mit und wählt intuitiv die Inhalte aus, die man am meisten nutzt, gebrauchte Videospiele können getauscht, verkauft oder einem Freund geliehen werden und die genannten Features rundet der brandneue DUALSHOCK 4 Wireless-Controller ab und verspricht packende Spielerlebnisse direkt in deinen Händen. Mit der neuen SHARE-Tasten-Funktion kann man die besten Videospiel-Momente mit anderen teilen und das neue Touchpad sowie die bunte Leuchtleiste runden das Spielerlebnis positiv ab ...

9.6/10 Bewertung (12 Stimmen)

   

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