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Dinosaurier

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Dinosaurier
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Dinosaurier




Originaltitel: Dinosaurier
Herstellungsland: Deutschland

Erscheinungsjahr:
2009
Genre: Komödie
Freigabe: FSK-6
Regie: Leander Haussmann
Darsteller: Eva-Maria Hagen, Daniel Brühl

Review:
S. Lensa
Prüfungsmedium: Kauf-DVD 
mit freundlicher Unterstützung von
Constantin
 

Inhalt:
Seitdem Johann Schneider Lena Braake zum ersten Mal mit ihrem Köfferchen auf dem Hof des Seniorenheimes gesehen hat, ist es um ihn geschehen. Bislang hatte sich Johann (Ezard Haußmann) nie für Gleichaltrige interessiert. Doch heute, an diesem düsteren Herbsttag, erwacht in ihm der Frühling. Lena (Eva-Maria Hagen) ist das genaue Gegenteil von ihm, schüchtern und gut erzogen, ehrlich und manchmal auf nervige Weise oberlehrerhaft. Johann gilt als schwer erziehbar und verfügt über eine gewisse kriminelle Energie; und jetzt gerät Lena unter seinen Einfluss. Ehe man sich versieht ist das immer korrekte, ehrliche „Mädchen“ Teil einer Bande, die ihr helfen will, wieder an ihr Haus zu kommen. Der junge, ehrgeizige Banker Tobias Hardmann (Daniel Brühl) hatte es ihr abgeluchst.

Immer auf der Hut vor Heimleiter Piretti (Tom Gerhardt), der so streng wie erfolglos auf die Einhaltung der Heimordnung achtet, schmiedet die Gang einen Plan, der so kompliziert ist, dass allen ganz schwindlig wird. Das ist in einem Alter, in dem Alzheimer, Parkinson und Diabetes einen daran hindern wollen, das große Spiel zu spielen, nicht ganz ungefährlich. Aber sie tun es. Sie gehen über Los, sie gehen nicht ins Gefängnis, sie ziehen 250.000 Euro ein. Und eigentlich noch viel mehr ...

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Kritik: 
Der deutsche Film haben es selten leicht beim Publikum. Viel zu sehr hat sein Ruf gelitten durch miese TV-Produktionen und prolligen Blödelhumor. Dazu gesellten sich immer wieder ewig gleiche Kriegsfilme, die meist noch mit Liebesschmonzetten garniert wurden. Kleine und grosse Perlen wie "Absolute Giganten", "Mitte Ende August" oder "Der freie Wille" gehen dabei viel zu oft unter und werden mit einem "ach, deutsche Filme sind nicht so meins" abgewatscht und bekommen nicht einmal eine Chance, sich zu beweisen.

"Dinosaurier" ist nun kein Highlight des deutschen Films und hatte wohl auch nie die Ambition, etwas wirklich grossartiges zu sein. Viel mehr versteht er sich als einfache Komödie über das "alt sein" und will einfach nur unterhalten, ohne jedoch auch ein wenig Kritik und einige Seitenhiebe an die junge Generation auszulassen. Und das beste daran: es funktioniert wunderbar. Die Prämisse wirkt wie aus dem Leben gegriffen und ist daher nachvollziehbar genug, um nicht als Klamauk abgestempelt zu werden. Was daraus folgt, ist jedoch ein ungeheuer unterhaltsamer Coup, um sich gegen die Ungerechtigkeit zur Wehr zu setzen. Danny Ocean könnte es kaum besser machen.

Auch die Besetzung ist nicht zu unterschätzen. Einige bekannte Gesichter sind immer zu sehen: Allen voran Daniel Brühl, der einmal mehr zeigt, was er kann. Während in seinen anderen Filmen stets Sympathisant ist, spielt er hier den schmierigen Banker, der alles tut, um seine Ziele zu erreichen. Seine Rolle ist so herrlich überzeichnet, dass man ihm gegenüber nur eine starke Antipathie aufbauen kann. Jedes seiner Fettnäpfchen wird daher zum Genuss. Aber auch Tom Gerhardt zeigt, dass er nicht nur als debiler Vollhonk auf dem Ballermann auftreten muss, wenngleich seine Rolle nicht viel Freiraum lässt.

Die wichtigsten Akteure, die Senioren, haben es dagegen schon etwas schwerer, dort mithalten zu können. Besonders Hauptfigur Lena (gespielt von Nina Hagens Mutter Eva-Maria Hagen) wirkt manchmal ein wenig unbeholfen. Vor allem spricht sie fast unnatürlich deutlich, was den ganzen Film über etas befremdlich wirkt. Wirklich übel nehmen kann man es dem gesamten Ensemble aber nicht - dafür hatte vor allem die alte Garde sichtlich viel zu viel Freude am Dreh.

Fazit:
Frech, ein wenig vulgär, aber immer respektvoll. "Dinosaurier" ist eine wahrlich erfrischende Abwechslung im derzeitige Filmeinheitsbrei. Kleine Mängel sind hier und da vorhanden, trüben den Gesamteindruck jedoch nicht. Definitiv empfehlenswert - auch für die jüngere Generation, denn jung war jeder einmal.

Wertung: 7,5 | 10

     
 

 



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