Nach dem schlechten finanziellen und künstlerischen Ergebnis GHOSTS MARS (2001) zog sich Kult-Regisseur John Carpenter einstweilen aus dem Filmgeschäft zurück. Wie er rückblickend sagt, war er ausgebrannt und hatte einfach keine Kraft und auch keine Lust mehr, sich dem Druck des Marktes zu beugen und gegen das System der Studios zu kämpfen. Erst vier Jahre nach GHOSTS OF MARS konnte ihn sein Regie-Kollege Mick Garris zu einem kleinen Comeback überreden, indem er ihm die Regie bei der TV-Reihe MASTERS OF HORROR anbot. Garris, der durch zahlreiche Stephen-King-Adaptionen populär geworden war, konnte bei dem Sender Showtime ein Konzept durchsetzen, dass nicht nur Carpenter, sondern auch andere namhafte Genre-Filmemacher reizte: Keine Einmischung vom Sender, freie Hand für die Regisseure, solange sie das Budget nicht überzogen. Zudem sah das Konzept einen jeweils einstündigen Beitrag je Regisseur vor, so dass auch die Drehzeit überschaubar war. So ließ sich John Carpenter schließlich 2005/2006 für die beiden Beiträge CIGARETTE BURNS und PRO-LIFE überreden, die nun auch ungeschnitten in der Black-Edition-Reihe von Splendid vorliegen.
Pascal Müller
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