
Titel: American Fighter
Regie: Sam Firstenberg
Darsteller: Michael Dudikoff, Steve James
Inhalt: Der US-Soldat Joe Armstrong ist auf den Philippinen stationiert. Dort gerät er mit einem Militärkonvoi in einen Hinterhalt von Rebellen, unter denen er einem Schwarzen Ninja-Kämpfer erkennt. Instinktiv verteidigt sich Joe mit der geheimen Kampfkunst des Ninjitsu. In einem einsamen Kampf deckt er schließlich das Geheimnis seiner mysteriösen Vergangenheit auf.
Zensurgeschichte:
Lief im Kino nur in einer geschnittenen FSK-18-Freigabe. Auch auf VHS bekam man den Film nur gekürzt, zudem landete er dann trotzdem auf dem Index. Man versuchte bereits 2004 den Titel vorzeitig vom Index zu bekommen, doch das scheiterte. Immerhin konnte er dann ungekürzt durch eine SPIO-Prüfung erscheinen. Die Indizierungszeitspanne war 2011 abgelaufen und die FSK gab ihn in einer Neuprüfung ungeschnitten sogar bereits ab 16 Jahren frei.
Kurzkritik: Produktionen wie diese sorgten für den Aufschwung der Actionschmiede Canon. Trash-Action mit einem gut harmonisierenden Duo Dudikoff/James, zudem sauber inszeniert von Action-Veteran Sam Firstenberg. B-Action vom Feinsten. Nicht aufwändig und auch nicht unbedingt spannend, aber kurzweilig genug, um immer noch unterhalten zu können.
Wertung: 6.5 |10
Titel: Big Trouble in Little China
Regie: John Carpenter
Darsteller: Kurt Russell, James Hong
Inhalt:
Jack Burton riskiert immer eine große Lippe, steckt seine Nase in die unmöglichsten Dinge. Als es darum geht, zwei Mädchen in Chinatown aus der Patsche zu helfen, ist Jack sofort hilfsbereit. Er ahnt aber noch nicht, dass er sich gegen Magie, Zauberei und einer Armee gnadenloser Kung-Fu-Meister behaupten muss.
Zensurgeschichte:
Da gab und gibt es keine Probleme. War und ist ab 16 Jahren frei gegeben.
Kurzkritik:
Das erste Big-Budget-Missverständnis des John Carpenter. Einerseits war er mal wieder seiner Zeit voraus, denn das asiatische Kino war Mitte der 80er Jahre noch eher eine Randerscheinung. Zudem ist der Held Jack Burton genau das Gegenteil von Rambo oder auch Snake Plissken. Carpenter und Russell nahmen sich gehörig auf den Arm, doch die Ironie verstand nicht jeder. Andererseits will der Film zu viel und verheddert sich selbst in dem Anspruch, der Masse gefallen zu wollen, aber auch etwas ganz ausgefallenes zu präsentieren. Temporeich, aufwändig, witzig, aber auch viel zu hektisch und ohne eine dramaturgisch funktionierende Geschichte. Dank Carpenter und Russell aber immer noch nett. Warum der Streifen jedoch in dieser Reihe landete, bleibt fraglich.
Wertung: 6.5 |10
Titel: Bloodsport
Regie: Newt Arnold
Darsteller: Jean Claude Van Damme
Inhalt:
Zu Ehren seines Meisters reist Frank Dux (Van Damme) nach Hongkong, um am Kumite teilzunehmen, einer geheimen Weltmeisterschaft im Vollkontakt-Kampf, bei dem jedes Mittel erlaubt ist.
Zensurgeschichte
: Lief bereits im Kino ungekürzt und erschien auch auf VHS ohne Schnitte.
Kurzkritik:
Absoluter Klassiker und der Durchbruch für Van Damme, der zudem zahllose Nachahmer auf den Plan rief. Der Film hat mittlerweile etwas Staub angesetzt, funktioniert aufgrund des Charismas des Hauptdarstellers und der Dramaturgie des Turniers immer noch recht gut, ist zudem in den Nebenrollen mit Donald Gibb und Bolo Yeung gut besetzt. Nach wie vor sehenswert.
Wertung: 7 |10
Titel: Chicago Poker
Regie: Jonathan Kaplan
Darsteller: Isaac Hayes, Yapket Kotto
Inhalt
: Der ehemalige Football-Star Truck Turner macht als Kopfgeldjäger in den Straßen von Los Angeles Jagd auf einen Zuhälter. Doch nach einem tragischen Unfall wird der Jäger zum Gejagten Aber Truck geht in die Offensive, denn er weiß, dass ihm nur ein Ausweg bleibt: der Kampf gegen Harvard Blue, den brutalen Paten des Mobs von L.A.
Zensurgeschichte: Lief ab 18 ungekürzt in den Kinos und erschien so auch auf VHS, schaffte es später auf den Index und wurde 2003 mit einer SPIO-Freigabe auf DVD veröffentlicht. Durch die Neuprüfung nun ab 16 Jahren frei gegeben.
Kurzkritik: Nostalgie pur und ein recht typischer Vertreter der Blaxploitation-Welle in den 70er Jahren. Der Film lebt hauptsächlich von der Coolness von Isaac Hayes und der handwerklich sauberen Regie von Regisseur Jonathan Kaplan, den man hier nicht unbedingt auf dem Regiestuhl vermutet hätte. Für Fans des Genres sicherlich ein Leckerbissen, neutral betrachtet gibt es aber besseres aus dieser Zeit. Der Film zieht sich etwas zu stark
Wertung: 6 |10
Titel: Cusack – Der Schweigsame
Regie: Andrew Davis
Darsteller: Chuck Norris, Henry Silva
Inhalt: Eddie Cusack bricht den "Schweigekodex" der Polizei, um einen vertuschten Skandal aufzudecken. Als Außenseiter kann er nicht mehr auf die Hilfe seiner Kollegen bauen, als er zwischen die Fronten zweier rivalisierender Drogenbarone gerät.
Zensurgeschichte: Der Film lief uncut im Kino, wanderte jedoch sehr schnell auf den Index, wurde jedoch 2004 wieder gestrichen, so dass er mit einer FSK-18-Freigabe erschien. Eine Neuprüfung legte nun die FSK-16-Freigabe fest.
Kurzkritik: Der Film entstand zu einer Phase, in der Norris einen Film nach dem anderen abdrehte. Objektiv betrachtet zählt dieser Titel fraglos zu seinen besseren, weil er mit Andrew Davis einen Regisseur an seiner Seite hatte, der wusste, wie man Action inszeniert. Handwerklich und dramaturgisch dem Gros der anderen Norris-Streifen überlegen, kann man allenfalls kritisieren, dass der Film etwas zu glatt und austauschbar geriet.
Wertung: 7 |10
Titel: Delta Force
Regie: Menahem Golan
Darsteller: Chuck Norris
Inhalt:
Als ein amerikanisches Passagierflugzeug nach Beirut entführt wird, entschließt sich der US-Präsident zum Einsatz der Delta Force, die unter der Führung von Colonel Nick Alexander und Major Scott McCoy steht. Sie können die Geiseln befreien, aber damit ist ihre Mission noch nicht beendet, denn die Entführer wollen einige Passagiere nach Teheran bringen.
Zensurgeschichte: Lief ungekürzt in den Kinos und wurde so auch für den Videomarkt veröffentlicht, landete aber kurz darauf auf dem Index. Nachdem eine Neuprüfung anstand, gab die FSK dem Film ungeschnitten eine Freigabe ab 16 Jahren.
Kurzkritik: Einer der populärsten Norris-Filme. Wurde von Canon-Chef Menahem Golan höchst selbst in Szene gesetzt. Neben Urgestein Lee Marvin spielen auch altgediente Recken wie George Kennedy oder die Fassbinder-Darstellerin Hanna Schygulla mit und geben den Figuren wesentlich mehr, als es das Drehbuch hergab. Im Grunde erzählt man zwei Geschichten: Einmal die Befreiungsaktion der Spezialeinheit, andererseits die Situation der Entführten und der politisch motivierte Hintergrund der Entführer. Diese beiden Elemente werden alles andere als feinfühlig aneinander montiert. Die Actionelemente sind eher eine Rechtfertigung für die Rolle von Norris. Dramaturgisch holprig und zu lang, aber Dank der guten Besetzung und des grundsätzlich packenden Ansatzes immer noch spannend. Und der Soundtrack ist ein wahrer Ohrwurm.
Wertung: 7 |10
Titel: Ford Fairlane
Regie: Renny Harlin
Darsteller:
Inhalt
: Ford Fairlane säuft Sambuca und weiß was in der Szene abgeht. Als sein Freund Johnny ihn engagiert, die verschwundene Zuzu zu finden, wittert er seine Chance. Doch der Job entwickelt sich schnell zur gefährlichen Odyssee. Erst wird Johnny umgelegt, dann interessieren sich ein Haufen „wichtiger“ Leute für den Fall und dann die Luft für Fairlane wird immer dünner.
Zensurgeschichte: Lief ungeschnitten im Kino mit einer FSK-18-Freigabe und wurde so auch auf dem Videomarkt ausgewertet. Bei der Neuprüfung vergab die FSK nun die Freigabe ab 16 Jahren.
Kurzkritik: Produzent Joel Silver ließ Regisseur Renny Harlin hier noch üben, bevor er ihm kurz darauf den Posten bei STIRB LANGSAM 2 anvertraute. Harlin bewies auch hier, dass er ein visuell starker Filmemacher ist, der die Action immer im Griff hat. Doch davon hat der Film zu wenig, ist er doch eher Komödie, denn Actionfilm. Zudem ist er fehlbesetzt, mit einem schwachen Drehbuch gesegnet und stilistisch zerrissen. Vielleicht der größte Fehlgriff innerhalb dieser Sammlung.
Wertung: 4 |10
Titel: Foxy Brown
Regie: Jack Hill
Darsteller: Pam Grier, Sid Haig
Inhalt: Foxy Brown liebt einen ermordeten Undercover-Drogenfahnder, Als er ermordet wird, schwört sie seinen Mördern Rache. Als Callgirl verschafft sie sich Zugang zum inneren Kreis der Drogenbosse. Doch Foxy muss erkennen, dass die Korruption weiter nach oben reicht, als sie denkt. Ihre gnadenlose Jagd führt sie von einem abgelegenen Drogenlabor in ein Flugzeug und damit zu einem atemberaubenden Kampf über den Wolken. Doch das ist erst das Vorspiel: Foxy bringt die Killer ihres Freundes auf eine Art und Weise zu Boden, die diese sich in ihren schlimmsten Albträumen nicht hätten ausmalen können!
Zensurgeschichte: Wurde seinerzeit ungeprüft auf Video veröffentlicht, jedoch bereits seit 2003 mit einer FSK-18-Freigabe auf DVD erhältlich.
Kurzkritik
: Einer der bekanntesten Blaxploitation-Filme überhaupt und Karriere-Sprungbrett für Pam Grier, die immer noch von ihrer damaligen Rolle profitiert. Spannend und hart inszeniert, erstklassig besetzt. Absolut sehenswert.
Wertung: 7.5 |10

Titel: Frauen in Ketten
Regie: Eddie Romero
Darsteller: Pam Grier, Sid Haig
Inhalt
: Die schwarze Prostituierte Lee Daniels landet in einem lateinamerikanischen Arbeitslager und wird mit der weißen Guerillakämpferin zur Strafe an Handschellen aneinander gekettet. Sie können gemeinsam fliehen, doch Gefängniswärter und Drogen Gangster sind den Frauen auf den Fersen, während diese noch über den richtigen Weg streiten.
Zensurgeschichte
: Erhielt zuerst eine FSK-18-Freigabe, landete dann jedoch auf dem Index. Nach einem Antrag auf Listenstreichung wurde der Film neu geprüft und kam mit einer FSK-16-Freigabe davon.
Kurzkritik: Der Film entstand noch vor FOXY BROWN und ist natürlich nichts anderes als eine Variation von FLUCHT IN KETTEN, der seinerzeit Tony Curtis und Sidney Poitier zusammen kettete. Die Blaxploitation-Umsetzung ist natürlich wesentlich grobschlächtiger und plakativer in Szene gesetzt worden, ist aber trotzdem noch leidlich unterhaltsam, wirkt mitunter aber arg konstruiert. Und so richtig in die Reihe passen, will der Streifen auch nicht.
Wertung: 6 |10
Titel: Hero
Regie: William Tannen
Darsteller: Chuck Norris, Steve James
Inhalt
: Cop O´Brien leidet unter Albträumen, seit den psychopathischen Frauenmörder Simon Moon geschnappt hat. Eines Tages beginnt für O´Brien der Horror von vorn: Dem Killer ist die Flucht aus der Nervenklinik gelungen und schon bald zieht er wieder eine blutige Spur durch L.A. Für O´Brien die Chance ihn endgültig zur Strecke zu bringen.
Zensurgeschichte: Lief im Kino nur in einer gekürzten FSK-16-Fassung an und wurde so auch auf Video veröffentlicht. Die veröffentlichte DVD zeigte den Film dann erstmals ungeschnitten, allerdings auch mit einer FSK-16-Freigabe.
Kurzkritik: Einer der letzten gelungenen Norris-Arbeiten. Die Story ist zwar ausgelutscht, jedoch weit über dem Niveau gängiger Norris-Werke, zudem sehr solide inszeniert. Norris wird hier auch nicht der als der unbezwingbare Supercop gezeigt, sondern offenbart Schwächen. Dabei gerät er zwar an seine schauspielerischen Grenzen, doch Regisseur Tannen baut immer wieder rechtzeitig eine Actionsequenz ein, damit sich Norris nicht zu sehr blamiert. Eher Thriller als klassischer Actionfilm, doch im Gesamtpaket passt das ganz gut zusammen.
Wertung: 7 |10

Titel: McQuade – Der Wolf
Regie: Steve Carver
Darsteller: Chuck Norris, David Carradine
Inhalt
: Als das Leben der Tochter von Ex-Texas Ranger J.J. McQuade bedroht wird, nimmt McQuade das sehr persönlich. Er kommt einem gigantischen Waffenschmuggler-Ring auf die Spur, der Terroristen auf der ganzen Welt mit tödlicher Ware versorgt. Der Chef der Schieberbande aber ist Rawley Wilkes, ein weltbekannter Kampfsport-Experte, der noch nie einen Fight verloren hat.
Zensurgeschichte: Der Film lief im Kino ungekürzt ab 18 Jahren, wurde dementsprechend auch für den Videomarkt veröffentlicht und landete bald auf dem Index. Bereits 2004 wurde die Indizierung aufgehoben und der Titel ganz normal mit einer FSK-18-Freigabe veröffentlicht.
Kurzkritik
: Hier werden Macho-Träume wahr! Der vielleicht klassischste und typischste Norris-Film überhaupt. Wie ein menschlicher Panzer macht Norris in diesem klassischen Western-Stoff alles und jeden platt, ohne mit der Wimper zu zucken und bekommt mit Carradine auch noch einen respektablen Gegner vorgesetzt. Für 80er-Action-Fans ein absoluter Klassiker und einer der besten Norris-Filme überhaupt.
Wertung: 7.5 |10
Titel: Missing in Action
Regie: Joseph Zito
Darsteller: Chuck Norris, James Hing
Inhalt:
Nach einer Flucht aus einem vietnamesischen Kriegsgefangenenlager hat Colonel James Braddock die Aufgabe, vermisste Soldaten ausfindig zu machen und zu befreien.
Zensurgeschichte: Lief im Kino nur als stark gekürzte FSK-16-Fassung und wurde so auch auf Video veröffentlicht. Erst auf DVD erschien er ungekürzt, ironischerweise ebenfalls als FSK-16-Titel.
Kurzkritik
: Der vielleicht bekannteste Norris-Film und Start einer Trilogie. Etwas langatmig und recht unspektakulär, aber wenn die Action anläuft, dann richtig. Norris ist präsent, der Film wirkt rau und schmutzig. Insgesamt so etwas wie der etwas schmutzigere kleine Bruder von RAMBO 2, auch wenn MISSING IN ACTION eher gedreht wurde.
Wertung: 6 |10
Titel: Mit stählerner Faust
Regie: Deran Serafian
Darsteller: Jean Claude Van Damme, Cynthia Gibb
Inhalt
: Police Officer Louis Burke wird als Schwerverbrecher getarnt in den Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses eingeschleust. In einem Netz aus Korruption, Verrat, Gewalt und Tod versucht er, Licht in die dunklen Machenschaften zu bringen. Als seine Identität aufzufliegen droht, muss er fliehen. Doch nicht nur Hunderte schwerstkrimineller Mithäftlinge erschweren seinen Ausbruch, sondern auch der "Sandmann", ein skrupelloser Serienkiller und Todfeind Burkes.
Zensurgeschichte: Lief ungekürzt im Kino, wurde jedoch später auf den Index gesetzt. Dank der Neuprüfung nun ungeschnitten frei ab 16 Jahren.
Kurzkritik: Der erste Versuch von Van Damme, mehr als nur reine Klopperfilme zu bieten. Ambiente und Story gehen völlig in Ordnung, der Belgier ist auch präsent wie eh und je, doch ein ziemlich dilettantischer Schnitt und der talentfreie Regisseur Serafian sorgen für eher mittelmäßige Actionkost. Auch die Fightszenen sind nicht sonderlich originell choreographiert.
Wertung: 5.5 |10
Titel: Murphys Gesetz
Regie: J. Lee Thompson
Darsteller: Charles Bronson, Carrie Snodgress
Inhalt: Der altgediente Cop Jack Murphy wird verdächtigt, seine Ex-Frau umgebracht zu haben. Er hat nur eine Chance: Er muss fliehen um den wahren Täter zu fassen, der jedoch bereits selbst Jagd auf Murphy macht. Besondere Schwierigkeit: Er ist an eine Frau gefesselt.
Zensurgeschichte
: Das Bronson-Vehikel lief ungekürzt ab 18 Jahren in den Kinos, wurde auf Video jedoch nur als gekürzte FSK-16-Fassung veröffentlicht. Seit der DVD-Veröffentlichung ungeschnitten frei ab 18 Jahren.
Kurzkritik
: Überraschung: Der recht spät gedrehte Actioner zählt sicherlich mit zum Besten, was Bronson in den 80er Jahren gedreht hat. In einer Phase wo er scheinbar nur seinen langjährigen Cannon-Vertrag absitzen wollte und in seinen Filmen nicht selten völlig desinteressiert wirkte, macht er hier einen agilen Eindruck. Die handwerklich souveräne Regie von Veteran Thompson hält den selbstironischen Streifen ebenso in der Spur wie ein temporeiches Drehbuch und gut inszenierte Actionszenen. Sehenswert.
Wertung: 7 |10
Titel: Over the Top
Regie: Menahem Golan
Darsteller: Sylvester Stallone, Robert Loggia
Inhalt
: Der Trucker Lincoln Hawk soll seinen Sohn, den er seit Jahren nicht gesehen hat, von der Militärakademie in Virginia abholen und nach Denver bringen, wo seine Mutter, Lincolns Ex-Frau, im Sterben liegt. Doch Lincolns will seinen Enkel nicht hergeben. Um sich und seinem Sohn eine Perspektive zu erkämpfen, nimmt er an der Weltmeisterschaft im Armdrücken teil.
Zensurgeschichte
: Da gibt es nicht zu erzählen: Einmal FSK12, immer FSK 12.
Kurzkritik
: Erneut versuchte sich Cannon-Chef als Regisseur und wollte mit einer Reißbrett-Story einen sicheren Erfolg einfahren. Vergeblich, denn das Drama um Vater und Sohn ist viel zu dick aufgetragen, die Armdrückszenen erreichen naturgemäß nicht die Dramatik der Boxszenen aus den Rocky-Filmen. Um diesen Umstand zu kaschieren, legte man mehr Wert auf das Drumherum dieser WM und inszenierte es als groteskes Mutanten-Aufeinandertreffen. Dank Stallone und der 80er Jahre Attitüde weiß Gott nicht ohne Charme und durchaus unterhaltsam. Aber insgesamt doch ein Fehlgriff. Zudem hat der Film sicherlich nichts in dieser Reihe verloren.
Wertung: 6 |10

Titel: Phantom Kommando
Regie: Mark L. Lester
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Rae Dawn Chong
Inhalt
: Um John Matrix, ehemals Kommandant einer geheimen Eliteeinheit unter Druck zu setzen, entführt man seine Tochter. Er soll die Putschpläne seines Erzfeinds, eines südamerikanischen Ex-Diktators unterstützen. Doch Matrix ist eine-Mann-Armee und will seine Tochter unter allen Umständen befreien.
Zensurgeschichte: Lief im Kino und auf Video nur als gekürzte FSK-18-Fassung und landete selbst dann noch auf dem Index. Daher veröffentlichte man sowohl die Kinofassung, als auch den Directors Cut mit dem SPIO/JK-Siegel ungekürzt. Beide Fassungen wurden dann von der Index-Liste gestrichen und sind nun ungekürzt ab 18 Jahren erhältlich. In der Action-Cult-Uncut-Reihe erscheint übrigens der Directors Cut.
Kurzkritik:
Der Prototyp des stumpfen aber unterhaltsamen 80er Jahre Actionfilms. Die Story ist nicht der Rede wert und völlig überraschungsfrei. Der Film hebt sich jedoch einerseits durch seine kompromisslose Machart ab, andererseits aber auch durch eine Selbstironie, die dem strunzdummen Spektakel sichtlich gut un. Schwarzenegger ist die ideale Besetzung, die Action ist immer noch spektakulär. Wenn man sich jetzt noch einen vernünftigen Gegenspieler geleistet hätte, käme der Film noch besser weg. Trotzdem: Ein Klassiker des Genres.
Wertung: 8 |10
Titel: Rapid Fire
Regie: Dwight H. Little
Darsteller: Brandon Lee, Powers Boothe
Inhalt:
Der Student Jake Lo gerät bei einer Benefizveranstaltung in die Schusslinie zweier rivalisierender Drogengangs. Jake wird dabei Zeuge eines Mordes und ist somit die größte Gefahr für den Chef einer Heroin-Bande.
Zensurgeschichte
: Wurde im Kino und auf Video ungeschnitten veröffentlicht, landete jedoch auf dem Index. Nach einem Antrag auf Listenstreichung gab ihn die FSK ab 18 Jahre uncut frei.
Kurzkritik
: Brandon Lee war zwar nicht mit dem Charisma und der Präsenz seines Vaters gesegnet, konnte jedoch in den Fights überzeugen und machte deutlich, dass ihm durchaus eine Zukunft im Action-Genre vergönnt gewesen wäre. Die Story bleibt blass, doch Allesfilmer Little bringt das ziemlich rasant und in den Actionsequenzen fähig über die Bühne.
Wertung: 6.5 |10
Titel: Road House
Regie: Rowdy Herrington
Darsteller: Patrick Swayze, Sam Elliott
Inhalt:
In einem herunter gekommenen Nachtclub arbeitet Dalton (Patrick Swayze) als Rausschmeißer. Er hat einen Uni-Abschluss in Philosophie, kann Karate und verliebt sich in Dr. Elizabeth Clay sich zu. Doch deren Ex-Freund, der skrupellose Brad Wesley, denkt nicht daran, Dalton das Feld kampflos zu überlassen.
Zensurgeschichte: Lief ungekürzt im Kino und wurde so auch auf Video veröffentlicht, landete jedoch auf dem Index. Nach dem Antrag auf Listenstreichung ist er nun ungeschnitten ab 16 Jahren frei.
Kurzkritik:
Prinzipiell ein Western, der in die 80er Jahre verlegt wurde und somit im Grunde ein typischer Vertreter des klassischen 80er Jahre-Action-Kinos, welches immer klar in Gut und Böse unterteilt war. Swayze ist in den Fightszenen präsent, die vernachlässigbare Story wird konsequent und rasant erzählt und ist in den Neben rollen zudem gut besetzt. Flach, stumpf und voller Klischees, aber trotzdem für Fans eine klare Empfehlung.
Wertung: 7 |10
Titel: Die rote Flut
Regie: John Milius
Darsteller: Patrick Swayze, C. Thomas Howell
Inhalt: An einem friedlichen Morgen beobachten Schüler einer High School, wie Fallschirmjäger auf ihrem Football-Feld landen. Die Invasion der Vereinigten Staaten hat begonnen! Während Ihre Stadt von feindlichen Soldaten überrannt wird, gelingt es acht Teenagern, in die Berge zu entkommen. Sie bilden die Guerilla-Truppe der "Wolverines" - der Name ihres Footballteams - und beschließen Widerstand zu leisten, um ihre Familien, ihre Freunde und ihr Land zu verteidigen.
Zensurgeschichte:
Erhielt seinerzeit ungeschnitten eine FSK-18-Freigabe, landete aber wenig später auf den Index, wo er bis 2001 blieb. Danach uncut wieder als FSK-18 erhältlich
Kurzkritik
: Abseits der radikalen Untertöne und des laut scheppernden Patriotismus ein durchaus sehenswerter Film. Die Story ist natürlich blöde und unglaubwürdig, doch Milius erweist sich als souveräner Film-Handwerker, der das Tempo hochhält, seine gut besetzten Jung-Darsteller passabel in Szene zu setzen versteht und ein Auge für ordentlich inszenierte Actionszenen hat.
Wertung: 6 |10
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