Tactical Force
Originaltitel: Tactical Force
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Drama/Action
Freigabe: FSK-18
Regie: Adamo P. Cultraro
Darsteller: Steve Austin, Michael Jai White, Michael Shanks u.a.
Captain Tate (Steve Austin) führt mit seinem SWAT-Team in einem verlassenen Flugzeughangar eine Übung durch, als aus dieser Trainingssituation plötzlich lebensbedrohlicher Ernst wird. Unfreiwillig gerät die Truppe mitten in einen brutalen Bandenkrieg. Rücksichtslos ermorden die beiden verfeindeten Gangs jeden, der ihren Weg kreuzt. Tate und sein Team sind ihren Gegnern zahlenmäßig stark unterlegen, haben keinen Kontakt zur Außenwelt und müssen ohne scharfe Munition um ihr Überleben kämpfen. Doch in diesem tödlichen Spiel wendet sich das Blatt mit jedem Kriminellen, den die Elitepolizisten zur Strecke bringen, ein wenig mehr...
- Kritik -
Steve Austin ist neben Dwayne Johnson der im Filmbusiness wohl erfolgreichste Wrestler, wenngleich er für sich eher die Nische der direkt in die Videotheken kommenden Actionfilme beansprucht und im Gegensatz zu Johnson keine Anstalten macht auch einmal dem Mainstream zu huldigen. Seine Nische füllt der charismatische Hüne aber erstaunlich gut aus und ist neben Michael Jai White und Scott Adkins, die wohl sicherste Bank, wenn es um actionreiche B-Filme geht. Altstars wie Seagal oder Van Damme lässt er Dank des durchweg zumindest soliden Niveaus seiner Filme spielend hinter sich. "Die Todeskandidaten", "Damage" und "Hunt To Kill" sind mit Abstrichen allesamt solide bis gute Genrekost. Im vorliegenden "Tactical Force" gesellt sich nun ein weiterer Actionstar an seine Seite: Michael Jai White (Undisputed 2, Blood and Bone).
"Tactical Force" macht schon in den ersten Minuten deutlich, dass man es eventuell nicht unbedingt mit dem zu tun hat, was man erwartete, da der Film einen stark komödiantischen Einschlag bietet. Man muss hier deutlich anmerken, dass es sich dabei keinesfalls um einen "Buddy-Humor", wie man ihn vielleicht aus "Lethal Weapon" kennt, handelt. Der Humor driftet stattdessen oft ins Alberne ab und verführt sogar den sonst so tough daherkommenden Jai White dazu in ein starkes, unpassendes und lächerlich wirkendes Overacting zu verfallen. Das ist nicht nur ungewohnt, es fühlt sich auch irgendwie nicht stimmig an.
Die albernen Witze, deren Quintessenz merkbar konstruierte Situationskomik gepaart mit Grimassen schneidenden Muskelprotzen zu sein scheint, zünden zu keiner Zeit. Sie stören und schaffen es geradezu kunstvoll dem geneigten Actionfan den Filmgenuss zu versauen.
Das einzige, was jetzt den Film noch retten kann ist die Action. Aber auch hier versagt "Tactical Force" auf ganzer Linie, da die digitallastige Optik das geringe Budget zu keiner Zeit kaschieren kann. Die Action, welche sich meist auf ein paar kleinere Shoot-Outs beschränkt ist auch nicht sonderlich souverän geschnitten worden. Es gibt wahrlich schlimmeres im DTV-Sektor, aber schön anzusehen ist "Tactical Force" deswegen noch lange nicht. Einzig wenn Austin und Jai White actionmäßig von der Kette gelassen werden und sie das tun dürfen, was sie am besten können - mit geballten Fäusten kämpfen - lässt der Film den nun leicht wehmütgen Zuschauer erahnen, was man alles aus einem Actionfilm mit Austin und Jai White hätte machen können. Schade. Immerhin sind die jeweils recht kurzen Actionpassagen recht gut über die Lauflänge verteilt worden, sodass es zumindest zu keiner Zeit langweilig wird.
- Fazit -
"Tactical Force" kommt mit einer Traumbesetzung für B-Fans daher und macht alles falsch, was man falsch machen kann: Alberner Humor, schlecht aussehende Action und ein sich im Overacting verzettelnder Jai White sind das miese Resultat eines vielversprechenden B-Films.
Bewertung: 3 | 10
- DVD FACTS UND EXTRAS -
DVD Verleihstart: -
DVD Verkaufstart: Im Handel
Label: Entertainment One/WVG Medien
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein
Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
- Deutsch
Bild: 1.78:1
Laufzeit: ca. 85 Minuten
Uncut: Ja
- Behind the scenes (10:13 Minuten)
Kritik Extras
Das kurze Behind the scenes Video ist selbst heutzutage zu wenig für eine Bonussektion. Noch dazu ist es langweilig!
Bewertung: 2 | 10





















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