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Sep23

BD Kritik: Alien - Covenant

BD Kritik: Alien - Covenant

Originaltitel: Alien: Covenant
Herstellungsland: Australien, Großbritannien, Neuseeland, USA
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Thriller, Horror, Science-Fiction
Freigabe: FSK-16
Regie: Ridley Scott

Darsteller: Katherine Waterston, James Franco, Michael Fassbender u.a.

Preis zum Test: EUR 16,99


 

Story: Unsanft und viel zu früh erwacht die Crew des Kolonisationsschiffs USCSS Covenant aus dem Tiefschlaf. Das angesteuerte Ziel ist noch viele Flugjahre entfernt. Während die Kolonisten an Bord noch schlafen, setzt sich die Besatzung mit einem Funkspruch von einem unbekannten Planeten auseinander und trifft die folgenschwere Entscheidung zu landen. Zunächst scheint der Planet idyllisch. Er ist bewohnbar und bietet eine erdähnliche, majestätische Natur. Doch der Fund eines abgestürzten außerirdischen Raumschiffs, auf dem sich Spuren der Überlebenden der Prometheus finden, und Anzeichen von menschlichem Ackerbau lassen die Skepsis der Crew wachsen. Auch gibt es keinerlei Anzeichen von tierischem Leben in der Umwelt. Und schon entpuppt sich der Planet als absolut lebensfeindlich und gefährlich: Sporen infizieren zwei Besatzungsmitglieder, wenig später reißen ihre Körper auf und geben hochaggressive Lebensformen frei. Beim Versuch diese zu töten wird das Landungsschiff zerstört und die restliche Crew sitzt fest. Der seit 10 Jahren im Verborgenen lebende Android David entpuppt sich unterdessen zwar als Hilfe, doch er birgt ebenso schreckliche Geheimnisse wie der tödliche Planet…

 


 

 


 

- Kritik -

Die Marke "Alien" steht in vielerlei Hinsicht für Erfolg. Lange bevor Marvel das Prinzip der Cinematic Universes salonfähig gemacht hat, übernahm die Filmreihe eine Vorreiter-Position in Sachen Worldbuilding in Serie. Statt auf bewährte Genrerezepte und gleichbleibende Figuren zu setzen, heuerte das Produktionsstudio 20th Century Fox für jeden Teil einen anderen Regisseur an, der auch immer eine ganz eigene Vision für die Protagonistin Ellen Ripley (Sigourney Weaver) mitbrachte. Während Ridley Scott 1979 mit "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt " einen SciFi-Horrorfilm im inszenierte, wo ein außerirdisches Alien die Crew nach und nach dezimiert, folgte mit James Camerons Fortsetzung "Aliens" (1986) ein spektakulärer militärischer Sci-Fi-Actionfilm. Sowohl die Handlung als auch die Charakterfiguren wurden bedeutungsvolle inszenierte. Verständlich hingegen war, dass der damals junge und ambitionierte Regisseur David Fincher ("Fight Club") nicht der Verlockung widerstehen konnte, die souveräne Ausgangslage von "Aliens" für sein eigenen Film "Alien³" (1992) - einem bitterbösen Gefängnis-Szenario - zu nutze zu machen. Der nächste Regisseur im Bunde - Jean-Pierre Jeunet - drehte daraufhin mit "Alien: Resurrection" (1997) eine  fragwürdige, inhaltlich leere und auf Action gedrillte Mainstream-Fortsetzung, die mit den Vorgängerfilmen nicht mehr alt so viel zu tun hat. Und zu guter letzt haben wir wieder Ridley Scotts der mit "Prometheus" (2012) rund 30 Jahre später, der trotz seiner visuellen Handfestigkeit und seiner packenden und Dichten Atmosphäre für einen Großteil des Publikums eine Enttäuschung war. Das Prequel der Alien-Timeline hinterließ bei vielen Fans und Kritikern eher ein bitteren Beigeschmack, anstatt eine befriedigende Vorgeschichte zu übermitteln. Zu viele offene Fragen und vor allem zu viele Figuren, die sich nur allzu oft völlig unglaubwürdig verhalten bringen die Kritikpunkte auf dem Punkt.


Wie fügt sich nun "Alien: Covenant" - Ridley Scotts mittlerweile dritte Regiearbeit innerhalb der Serie - in diesem doch recht heikelnen Franchise ein: Ebenso wie der sich zu Höherem berufene Android David gespielt von Michael Fassbender in diesem Film seinen "kreativen" Experimenten in seiner Hexenküche nachgeht, werden auch hier bereits bekannte Elemente neu vermischt und miteinander fusioniert. Dabei ist zunächst einmal bemerkenswert, dass der Film viele der Ideen, die "Prometheus" seinen Glanz gaben, beibehält. Wo die ersten Alien-Filme noch in ihrem Kern den Horror von gewaltsamer Präsenz dabieten, lagerte Ridley Scott für "Alien: Covenant" dieses Bild ein wenig um. Obwohl auch hier wieder Forschungsreisende ungewollt von außerirdischen Parasiten als Wirtskörper benutzt werden, geht es hier viel eher um die Schöpfung an sich und die Frage, was künstliches und biologisches Leben voneinander unterscheidet und welchen Preis für das Wissen und die Macht darüber gezahlt werden muss, als um das altbekannte dezimieren der eigentlichen Crew. In diesem Sinne ist "Alien: Covenant" mit "Prometheus" gut zu Vergleichen und erzählt die Geschichte da weiter, wo sie aufgehört hat und legt dem ganzen noch drei Schippen an Input drauf, rückt dabei aber den Android zu sehr in den Mittelpunkt.

Ob man an die neue herangehensweise Gefallen findet oder nicht, ist  Geschmackssache, es ist jedoch auffällig, dass die neue herangehensweise weder elegant noch dezent in den Stoff eingewoben wurde, sondern regelrecht mit dem Hammer eingearbeitet wurde. David verkörpert einen belesenen und hochintelligenten Androiden, der - wie oben bereits erwähnt - nicht nur zusehr in den Fokus gedrückt wurde, sondern auch die titelgebende Figur die Show stiehlt. Wenn die Aliens dann jedoch ihre Präsenz offenbaren, verfällt der Zuschauer erst in skepsis und anschließend in ernüchterung. Ohne zu viel von der Handlung verraten zu wollen, muss sich der Film neben aller Kritik außerdem die Frage gefallen lassen, ob die Arbeit an dem Alien-Design und den CGI-Effekten rund um das Alien, nicht weitere 20-Stunden Arbeit gut getan hätte. Eine Frage die viele wohl mit "Ja" betiteln würden. Vor allem durch das bereits gesehende und das was einem das Alien-Franchise bereits geboten hat, mag die Sichtung der Aliens in "Alien: Covenant" für eingefleischte Fans doch recht schmerzhaft und unbefriedigt sein.

Für alle, die mit "Prometheus" nicht allzu viel abgewinnen konnten, kommt es nun aber recht, dass sich Ridley Scott auch noch auf einen anderen Aspekt der Filmreihe konzentriert und sich damit interessanterweise eher auf James Camerons Beitrag zum Franchise bezieht. Denn auch hier gibt es nicht nur Ähnlichkeiten zum Kern, sondern vor allem einiges an handwerklich hervorragend gemachtem und spannendem Spektakel, das in verlässlicher Alien-Manier auf reichlich Schock-Szene setzt. Gute Casting-Entscheidungen helfen dem Film dabei ungemein und sorgen durch sympathische Figuren für die nötige Dramatik. Während die Protagonistin Daniels (Katherine Waterston) als pragmatische Stimme der Vernunft Ellen Ripley in vielerlei Hinsicht ähnelt und mit ihrem an Autoritätsproblemen leidenden Captain Oram (Billy Cudrup) Aneinander gerät, da sorgt Comedy-Schauspieler Danny McBride als Captain Tennessee als Impulsmensch mit Herz am rechten Fleck für die nötige Balance. Insgesamt stiehlt nur Michael Fassbender - wie aber zu erwarten - die Show, der das Androidendoppel Walter/David überzeugend als Konflikt zwischen guten und bösen Zwillingsbruder darstellt. Das heißt jedoch nicht unbedingt, dass wir mit den Figuren in dem Maße mitfiebern, wie es bei Camerons herausragendem "Aliens" der Fall war.

- Fazit - 

"Alien: Covenant" wird die Fans spalten, wie es schon der Vorgänger tat. Dabei gelingte Ridley Scott eine bessere Charakterzeichnung, eine packendere Atmospähre und die Integration des Alien-Designs mit jedoch starken abzüge in der B-Note. Die Story und die Herkunft der Aliens kann man - muss man aber nicht - mögen. Aber falls doch, dann erschließt sich tatsächlich ein ganz neuer und halbwegs nachvollziehbarer Kreis, der auch als Kritik für eine neue Richtung gedeutet werden darf.

Bewertung: 6,5|10  

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- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verleihstart: 21.09.2017
BD Verkaufstart: 21.09.2017

Label: 20th Century Fox
Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: -

Bild: 2,40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 121 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 7.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 7.1)
3. Französisch (DTS-HD Master Audio 7.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Französisch
- Sonstige

Extras:

  • Entfallene und erweiterte Szenen
  • USCSS Covenant
  • Sector 87 - Planet 4
  • Ridley Scotts Einblicke in die Produktion
  • Audiokommentar von Ridley Scott
  • Produktionsgalerie
  • Original Kinotrailer
Kritik:
Das Bonusmaterial beginnt mit dem Audiokommentar von Ridley Scott und geht über zwölf entfallene und erweiterte Szenen hinüber zu den eigentlichen Featurettes. In "USCSS Covenant", das in drei Bereiche aufgeteilt ist, lernen wir den ganze neuen Walter kennen und dürfen in "Phobos" lässt uns an den Tests teilnehmen, die man mit der Crew gemacht hat. Auch "Sector 87 – Planet 4" wurde in drei Bereiche unterteilt und beginnt in "Der Übergang" mit einer kurzen Zusammenfassung, wie Elizabeth und David nach der Zerstörung der Prometheus gemeinsam zurückkehrten und was David im Anschluss daran von den Schöpfern lernte. In "Ankunft" wird er dann selbst zum Erschaffer von Leben und wir sehen ihm bei seinen Experimenten zu. "Davids Malereien" letztlich stellen Zeichnungen dar, die er während seiner Experimente gezeichnet haben soll. Während diese sechs Teilbereiche praktisch unbeantwortete Fragen aus dem Film klären und Puzzleteile hinzufügen, ist das vierteilige "Scotts Einblicke in die Produktion" das eigentliche Making-of, in dem es um "Die Geschichte" selbst, "Die Charaktere", "Das Setting" und "Die Kreaturen" geht. Insgesamt läuft das Material eine gute Stunde und hält neben wirklich interessanten Einblicken vom Dreh die Information darüber bereit, was Scott wirklich noch an der Geschichte interessierte, die er vor 40 Jahren begann – nämlich die Frage: Wer hat diese Aliens erschaffen.

Bewertung: 8,5| 10

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Pascal Müller

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