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Okt23

Max Havoc – Curse of the Dragon

Max Havoc – Curse of the Dragon

Originaltitel: Max Havoc: Curse of the Dragon
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2004
Genre: Action
Freigabe: FSK-16
Regie: Albert Pyun, Isaac Florentine (Co-Regisseur)

Darsteller: Mickey Hardt, Joanna Krupa, Richard Rountree, David Carradine, Carmen Electra u.a.

Nachdem er vor zehn Jahren einen anderen Kickboxer im Kampf erschlug tauschte Max Havoc (Mickey Hardt) den Ring gegen eine Kamera ein. Bei einem aktuellen Auftrag soll er die schönen Seiten Guams ablichten, doch dabei trifft er nicht nur auf seinen alten Trainer (Richard Roundtree) sondern wird durch eine von ihm angetane Touristin (Joanna Krupa) auch in einen Diebstahl verwickelt. Und da der Bestohlene (David Carradine) der Großmeister eines Ninja-Clans ist hat Max bald alle Hände (und Füße) voll zu tun…

- Kritik -

Die juristisch belastete, chaotische Produktion des Films bietet fast genug Stoff für eine eigene Dokumentation, auch wenn vieles wohl nur aus gegenseitigen Schuldzuweisungen bestehen würde und einige "Fakten" noch immer Gerichte beschäftigen. In jedem Fall lag "Max Havoc" die Idee zugrunde, das Insel-Idyll Guam als exotische Kulisse für einen Action-Reißer zu nutzen und in Kooperation mit offiziellen und touristisch orientierten Stellen Gelder für "Max Havoc" zu erhalten. Im Gegenzug sollte Guam im Film in schönem Licht erstrahlen, was zu Folge-Produktionen hätte führen sollen. Doch daraus wurde nichts. Am Ende war das von Guam gestellte Geld weg und Streitereien mit Produzent John Laing ziehen sich bis zum heutigen Tage.



Davon betroffen war auch der Film selbst, in den der von Laing engagierte Regisseur Albert Pyun ("Nemesis") noch eigenes Geld investierte, um ihn über die Runden zu retten, was aber nichts mehr half und schließlich dazu führte, dass Pyun nach Erstellung des Rohschnitts das Handtuch warf und die Insel verließ. Die Produktion stand still und die Auftraggeber waren zudem nicht einmal zufrieden, hatten sie doch eine gänzlich andere Vision für den Film als Pyun. Letzten Endes brachte Laing doch noch weiteres Geld auf, engagierte mit Isaac Florentine ("Undisputed 2 & 3") einen weiteren B-Routinier, der in Los Angeles mit einigen nachgedrehten Szenen und neuem Schnitt den Film mehr nach Vorgabe der Produzenten formen sollte.



All diese Querelen wären sicherlich nicht so dramatisch, sähe man sie dem fertigen Film nicht an, was aber kaum zu vermeiden war. Gerade die Unausgewogenheit des Endschnitts ist eine seiner Schwächen, doch beileibe nicht seine einzige. Wie so oft liegt das größte Problem schon im Drehbuch, welches aus der Feder von Irina Diether stammt. Diethers einzige andere Arbeit ist die Mary Higgins Clark-Verfilmung "Nimm Dich in Acht" (2002). Von dort kannte sie auch Produzent Laing, der sie mit "Max Havoc" betraute, danach aber auch nicht wieder engagierte. Kein Wunder. Die dünne Geschichte hangelt sich ohne Überraschung von einem üblichen Handlungspunkt zum nächsten und hinterlässt zudem noch gewaltige Löcher in Sachen Logik und Figurenentwicklung. 



Immerhin engagierte man für die Titelrolle einen Martial-Artist, der sein kämpferisches Handwerk versteht. Der Schweizer Mickey Hardt hatte 1999 sein Debüt in der RTL-Produktion "Der Puma – Kämpfer mit Herz". Dem Backdoor-Pilot folgte eine Serie, die nach einigen Folgen jedoch in die ewigen TV-Jagdgründe einging, da das deutsche Massenpublikum zum Jahrtausendwechsel für eine eigene Martial-Arts-Serie noch nicht reif war. Das änderte sich erst 2009 mit "Lasko – Die Faust Gottes", dessen Pilotfolge 2006 noch gefloppt war, dann aber (trotz zahlreicher alberner Dramaturgien und Drehbücher) in Serie zum Erfolg geriet. Während Hardt in den Kampfszenen eine gute Figur macht bleibt für das Schauspiel bestenfalls Routine, wobei ihm auch vom Skript nicht unbedingt viel Raum zur Entwicklung gegeben wird.



Ganz anders sieht es da bei der weiblichen Hauptrolle, dem Model Joanna Krupa aus, bei dem sich Darstellung und Figur perfekt ergänzen; beides ist absolut unterirdisch! Die Figur ist von anstrengender Nervigkeit, benimmt sich selbst für eine "Frau in Nöten" absolut idiotisch und das ganze wird mimisch so schockierend schlecht dargeboten, dass es eine Zumutung ist. Die auf dem Cover groß angekündigte Carmen Electra ist (zum Glück) kaum 2 Minuten zu sehen. Besser sieht es da –zumindest hinsichtlich der Screentime- bei "Shaft" Richard Roundtree und "Kung Fu"-Legende David Carradine aus. Beide spielen ihre jeweiligen stereotypen Rollen routiniert und ohne große Anstrengungen, erfüllen aber ihre Funktionen. Trotz des vielschichtigen Ärgers mit und des nur mäßigen Ergebnisses von "Max Havoc" entstand zwei Jahre später in Kanada sogar noch eine Fortsetzung.

 


- Fazit -

Die gute Nachricht: der Film ist keine völlige Katastrophe. Geht man ohne große Erwartungen an dieses Martial-Arts-B-Movie heran bekommt man zahlreiche passable und sogar halbwegs gute Kampfszenen vor einer zumeist schönen, exotischen Kulisse. Kein großer Anspruch wird hier bedient, sehr wohl aber ein gewisser Unterhaltungsfaktor. Auf der anderen Seite ist der Film bei weitem nicht so gut wie er hätte sein können. Schlecht ausgearbeitete und zu stereotype Charaktere, ein schon penetrant häufig wiederholter Rückblick, der einfach nur die Laufzeit strecken soll, eine nervtötende weibliche Hauptrolle und einige weitere Handlungslücken machen deutlich, dass die Produktion ihre Probleme hatte. Immerhin: man hat das alles auch schon viel schlechter gesehen und dank des Kick-Talents von Hardt und den immerhin halbwegs prominent besetzten Nebenrollen ist der Film noch solide unterhaltsam.

Bewertung: 4 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.2/10 Bewertung (5 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

 

DVD Verleihstart: -
DVD Verkaufstart: 30.09.2009


Label: Planet Media

Verpackung: Keepcase
Wendecover: Nein

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 90 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel:
Keine

Extras

  • Original-Trailer "Max Havoc: Curse of the Dragon"
  • Original-Trailer "Max Havoc: Ring of Fire"
Kritik Extras:
Kurz und schmerzlos: es gibt die englischen Trailer zu "Max Havoc: Curse of the Dragon" und seiner Fortsetzung "Max Havoc: Ring of Fire". Fertig. Das USA-Pendant hatte wenigstens noch ein paar Interviews zu bieten. Den Punkt gibt es, weil sich die Trailer wenigstens auf den Film beziehen und damit nicht nur der fremden Produktwerbung dienen.
 
Bewertung: 1 | 10

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Dominik Starck

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