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Mai26

Die Science Fiction Propheten

Die Science Fiction Propheten

Originaltitel: Prophets of Science Fiction
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2011
Genres: Dokumentation
Freigabe: FSK 12
Regie: Declan Whitebloom
Schauspieler: Ridley Scott u.a.

Die Science Fiction Propheten widmet sich in acht ca. 45-minütigen Folgen acht der wichtigsten Persönlichkeiten der klassischen Science Fiction und ihrer Bedeutung für die Technologie unserer heutigen Gesellschaft. Die erste Folge widmet sich Mary Shelleys „Frankenstein“ und Fragen nach künstlichem Leben und den Grenzen der Medizin. In der zweiten Folge wird ein Bogen von Philip K. Dicks eher technik-skeptischen Romanen zu Fragen von Virtueller Realität, Paralleluniversen und Identität geschlagen. In den Folgen 3 und 4 werden H.G. Wells Ideen zu Zeitreisen und dem Krieg der Welten und Arthur C. Clarkes Vorstellungen von der Weiterentwicklung der Menschheit vorgestellt. Folge 5 zeigt, wie nah Isaac Asimovs Vorstellungen von intelligenten, menschenähnlichen Robotern mittlerweile ihrer Verwirklichung gekommen sind und Episode 6 erforscht die umfassenden technologischen Visionen, die Jules Verne bereits im 19. Jahrhundert erfand und die bis heute die Fantasie der Wissenschaftler beflügeln. Die letzten beiden Folgen befassen sich u.a. mit Robert A. Heinleins „Starship Troopers“ und den darin enthaltenen umstrittenen Ideen zu futuristischer Kriegsführung und George Lucas' großer Vision eines märchenhaften „Krieg der Sterne“.

- Kritik -

Die SCIENCE FICTION PROPHETEN ist ein äußerst ambitioniertes Projekt: Man will nicht nur acht große Künstler und Visionäre mitsamt ihrem Werk vorstellen und beschreiben, wie dieses Werk entstanden ist, sondern auch noch zeigen, wie die futuristischen Ideen dieser Menschen die technologische Entwicklung der Menschheit bis heute beeinflusst haben – und was in die heutige Wissenschaft aus diesen Ideen gemacht hat. Ein so umfassendes Programm in knapp 45 Minuten zu quetschen, kann schnell schief gehen; doch die Serie schafft es bravourös, immer unterhaltsam und nachvollziehbar zu bleiben, obwohl das Tempo teils hoch ist und eine Menge Informationen in kurzer Zeit auf den Zuschauer einprasseln. Ich wage an dieser Stelle einfach mal meinerseits die Prophezeiung, dass es sich lohnen dürfte, einzelne Folgen immer mal wieder in den DVD-Player zu schmeißen – zu entdecken gibt es definitiv genug. Für jeden ihrer acht Protagonisten entwirft die Serie einen groben biografischen Rahmen, in den die Entstehung ihrer wichtigsten Werke und Ideen eingewoben wird. Das wirkt mal etwas banal, wie im Falle Mary Shelleys, bei der man sich des Gefühls nicht erwehren kann, sie hätte in „Frankenstein“ eigentlich nur eine unglückliche Kindheit verarbeiten wollen, manchmal aber auch wirklich faszinierend, wenn etwa gezeigt wird, wie Philip K. Dick sein Leben lang versucht, den frühen Tod seiner Zwillingsschwester zu verarbeiten und sich dazu unter anderem in Fantasien von Parallelwelten flüchtet. Dazwischen zieht die Serie zentrale technologische Ideen heran, mit denen die Autoren ihre Zukunftsvisionen ausgestattet haben, und vergleicht sie mit dem gegenwärtigen Stand der Technik. Dabei ist nicht nur faszinierend, wie futuristisch und unwirklich für uns alltägliche Technologien den Menschen vor wenigen Jahrzehnten noch erschienen sind – spannend ist vor allem auch, wie sehr sich die Wissenschaftler bei ihrer Erforschung neuer Technologien von den Ideen der Künstler bis heute leiten und inspirieren lassen. Unweigerlich schweift man ab und überlegt, welche heute unmöglich wirkenden Zukunftsvisionen wohl in einigen Dekaden Alltag sein werden...



Die einzelnen Folgen sind schnell geschnitten und mit einer Mischung aus Filmszenen, Animationen, Comics und Spielszenen hinterlegt. Dazwischen kommen neben Ridley Scott selbst immer wieder Schriftsteller, Filmemacher, Wissenschaftler und Techniker zu Wort, die auch komplexe Themen gut umreißen und immer wieder den Bogen zurück zum Werk des jeweiligen Künstlers finden. Die Exkurse zu zeitgenössischen Themen passen meistens ziemlich gut zum Grundthema der jeweiligen Folge, die Zusammenhänge schwanken zwischen naheliegend und schlichtweg brillant – wenn beispielsweise George Lucas' Idee der „Macht“ als das Universum im Kern zusammenhaltende Kraft als Metapher genutzt wird, um die vollkommen ernst gemeinte Suche von Astrophysikern nach dunkler Materie und dunkler Energie im Universum zu beschreiben. Jede Folge dieser Reihe ist voll von solchen großartigen Momenten, in denen man nicht anders kann als bewundernd festzustellen, wie nah die fantastischen Ideen von vor zig Jahren bereits am heutigen Stand unseres Wissens waren. Natürlich gibt es Themenkomplexe, die sich ab und zu wiederholen, etwa das Thema Robotik, das zuerst in Dicks Vorstellungen von
menschenähnlichen Androiden auftaucht und dann in Asimovs Gesetzen der Robotik aufgegriffen, zu Thesen von Transhumanismus weitergeführt wird und schließlich in Lucas' selbstverständlicher Nutzung künstlicher Gliedmaßen gipfelt. 

Da aber all diese Themenbereiche in ihrem jeweiligen Kontext absolut sinnvoll sind, soll dies kein Vorwurf an die Macher der Serie sein. Natürlich deckt diese Serie nicht alle namhaften Wegbereiter der Science Fiction ab. Wenn man Wünsche für eine zweite Staffel äußern dürfte (geplant scheint derzeit keine zu sein), wäre sicherlich Aldous Huxleys „Brave New World“ ein heißer Kandidat – ein Abgleich der Praktiken der zeitgenössischen Werbe- und Freizeitindustrie mit Huxleys totalitaristischem Konditionierungs- und Wohlfühlstaat könnte mit Sicherheit eine Folge füllen. Auch Autoren wie Stanislaw Lem, Douglas Adams oder Ursula Le Guin hätten bestimmt eigene Folgen verdient – aber das ist dem eigenen Geschmack des Verfassers geschuldetes Jammern auf hohem Niveau, wird den PROPHETEN DER SCIENCE FICTION kein bisschen gerecht und sollte daher an dieser Stelle beendet werden.


- Fazit -

Mit DIE PROPHETEN DER SCIENCE FICTION ist Ridley Scott ein großer Wurfgelungen: Ein mitreißender, ebenso unterhaltsamer wie informativer Blick zugleich auf die Geschichte der Science Fiction, den gegenwärtigen Stand der Technologie und mögliche zukünftige Entwicklungen, der Science-Fiction-Laien wie -Experten reichlich Input liefert und daher eigentlich jedem, der zumindest rudimentär etwas mit dem Genre anfangen kann, rundheraus zu empfehlen ist.

Wertung: 9|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.6/10 Bewertung (10 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 26. April 2013
DVD Verkaufstart: 26. April 2013

Publisher: Polyband
Verpackung:
 Keep Case (Amaray) 
Wendecover: Nein

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 400 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
keine

Extras
keine

Kritik Extras
Abgesehen von einer Handvoll Werbetrailern bietet die DVD leider
keinerlei Extras.

Wertung: 0|10

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Mathias Munstermann

Mathias Munstermann

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